seit der Saison 2010 treten die Musberger Ringer in der 1. Bundesliga auf die Matte. Durch lange und intensive Jugendarbeit schafften Sie in den letzten Jahren, sich Jahr für Jahr eine Liga hochzuarbeiten bis es nun dorthin gereicht hat.
www.staebler.eu - die neue Internetseite von Frank und Stefan Stäbler
Der Musberger Abteilungsleiter Thomas Stäbler spricht über den Rückzug aus der ersten Bundesliga.
Von Harald Landwehr
Eines ist seit dem vergangenen Wochenende definitiv: In der ersten Bundesliga werden die Ringer des TSV Musberg in der kommenden Saison, trotz des sportlichen Klassenverbleibs, nicht mehr antreten. Noch ist aber unklar, wie und in welcher Klasse es für das Filderteam nach zwei Jahren Zugehörigkeit im deutschen Oberhaus genau weitergehen wird. Der Abteilungsleiter Thomas Stäbler äußert sich dazu noch einmal im Interview.
Filder-Zeitung: Herr Stäbler, hätte es bei der Bundesliga-Tagung, die am Wochenende stattfand, irgendein Szenario geben können, das Ihre Entscheidung gekippt hätte?
Thomas Stäbler: Nein, es war nach internen Diskussionen in den vergangenen Wochen klar geworden, dass der Rückzug aus der ersten Liga für uns definitiv ist. An der Entscheidung hätte auch keine Ligareform oder sonst etwas rütteln können. Deshalb haben wir uns auch entschieden, gar nicht an dieser Sitzung teilzunehmen. Wir standen und stehen aber in ständigem Kontakt mit der Ligaführung, die unsere Standpunkte und Wünsche genau kennt.
Filder-Zeitung: Der größte Wunsch wäre ein Startplatz in der zweiten Bundesliga?
Thomas Stäbler: Das ist richtig. Momentan deuten allerdings alle Signale in Richtung Oberliga, weil die Statuten einen sportlichen Rückzug in die zweite Bundesliga leider nicht vorsehen. Trotzdem möchte ich noch einmal betonen, dass wir uns stets fair und sportlich verhalten haben und nicht abgeneigt wären, wenn es Möglichkeiten gäbe, dass wir einen Startplatz in Liga zwei erhalten.
Filder-Zeitung: Sie könnten sich aber auch mit einer Rückstufung in die Oberliga anfreunden?
Thomas Stäbler: Ich muss, da es die wahrscheinlichste Lösung ist, von der wir momentan ausgehen. Und sie passt auch gut zu unserer Philosophie. Wir wollen künftig wieder auf eigene Musberger Nachwuchstalente und Ringer aus der Region setzen, da ist die Oberliga eine Option. Wobei schon jetzt klar ist, dass da einige sehr lukrative Derbys dabei sind und dass wir auf jeden Fall den Regionalliga-Aufstieg anpeilen wollen.
Filder-Zeitung: Und dabei wäre auch der Trainer Markus Scheibner mit an Bord?
Thomas Stäbler: Davon gehe ich fest aus. Wir planen mit ihm und er plant mit uns - solange bis ich etwas anderes von ihm höre. Ich denke aber, dass ihm die neue Konstellation und die Herausforderung mit eigenen Talenten gut gefällt. Bis Ende Februar soll unser Kader stehen. Inwieweit da ausländische Ringer eine Rolle spielen, müssen wir sehen. Klar ist aber, dass es nicht mehr so viele sein werden wie bisher und dass zum Beispiel ein Radoslaw Marcinkiewicz nicht dabei sein wird. Der ist ein Spitzenmann in der ersten Liga.
Filder-Zeitung: Wird es noch einmal einen Anlauf des TSV Musberg in Richtung erste Bundesliga geben?
Thomas Stäbler: Das schließe ich nicht aus. Allerdings sprechen wir da nicht von einem kurz-, sondern eher von einem mittelfristigen Ziel. Die Voraussetzungen in der deutschen Ringerlandschaft müssten sich ändern. Unsere Talente waren bereit für die Regionalliga und sie waren bereit für die zweite Liga. Die erste Liga war für uns und unsere Ringer im Nachhinein eine tolle Erfahrung, ist jedoch jetzt sportlich nicht mehr leistbar - Frank Stäbler einmal ausgenommen.
Frank Stäbler ringt in der kommenden Saison für Volker Hirt’s Club, statt wie von vielen spekuliert wurde, beim SV Germania Weingarten.
Beim ASV Nendingen könnte unser Vorzeigeringer seine Leistungen zu deren ehrgeizigen Zielen, zunächst einmal zum Erreichen der Endrunde einbringen. Nun legen wir Wert darauf festzuhalten, dass Musberg absolut Verständnis für den Schritt zeigt und Frank seine Pläne mit den Verantwortlichen abgestimmt hat. Für Einzelwettbewerbe startet er weiter für den TSV Musberg, genauso bleibt hier seine Trainingsheimat, die Freundschaft wird auf keinen Fall Schaden leiden, seine privaten schon gar nicht. Nach wie vor wird Frank tatkräftig bei seinen Anstrengungen für das Ziel Olympia London 2012 unterstützt. Klar doch, liebe Fans, es schmerzt uns alle, doch der Leitsatz: „Egal was passiert, in Musberg geht die Welt nicht unter“ hat weiter seine Gültigkeit. Nun verweisen wir einfach mal weiter: mehr kann man nachlesen auf www.asv-nendingen.de
Die Skeptiker unter den Zuschauern waren sich sicher: die Untergriesbacher würden nach dem 0:36 im Heimkampf gleich gar nicht anreisen. Doch sie kamen tatsächlich frühzeitig mit neun Mann, und
wenn man das Wettkampfprotokoll genau durchsieht, hatten sie sich dieses Mal sogar besonders Mühe gegeben, die Mindestzahl der Athleten für einen Bundesligakampf zu stellen. Zwei Athleten waren
noch kurzfristig mit der nötigen Lizenz ausgestattet worden, denn die Ausweispapiere (Lizenzantrag und Startausweis) von Christoph Überreiter (60 kg Freistil) und Martin Wimmer (96G) lagen
einschließlich Einschreibebeleg an den Deutschen Ringerbund nur in Kopie vor.. Um die Niederlage im Vorkampf nun etwas abzufedern und die drohenden Sanktionen durch den DRB abzumildern, waren der
Untergriesbacher Co-Trainer Thomas Killesreiter, seine Ringer und die Hand voll Begleiter nach dem Kampf bemüht, die Begleitumstände um den Vorkampf als „einziges riesengroßes Pech“ zu
deklarieren. Man mochte ihnen fast glauben, doch nahezu die gesamte Ringerszene sah darin eine grobe Unsportlichkeit. Sie ist dem Sportgericht angezeigt und über die Folgen für den SV
Untergriesbach wird in den nächsten Tagen entschieden.
Bereits beim Auflaufen der Mannschaften durften sich Trainer Markus Scheibner und Dieter Böpple, der sportliche Leiter, über viel Beifall freuen. Der Hallensprecher stellte die Paarungen vor und es fiel auf, dass für Musberg bis auf Frank Stäbler, der wegen seiner Olympiavorbereitungen „draußen bleiben“ durfte, praktisch die so genannte Boygroup auf den Sieg gegen Untergriesbach gebrieft und gut motiviert war. Auf keinen Fall sollte nicht auch nur der winzigste Hauch von Manipulation aufkommen. Das konnte Peter Pimpl als Beobachter des DRB gleich zufrieden notierten.
Für die Zuschauer war „der Freundschaftskampf“ dann ein Vergnügen
Da waren nun aber Trainer Markus Scheibner, alle Ringer und die paar mitgereisten Musberger Fans ziemlich perplex: die Gastgeber hatten ebenso einen Leerlauf in der 55-Kilo-Klasse, zudem noch einen zu schweren Ringer im 60er, also bereits auf der Waage 0:36 verloren und das sportliche Fairplay gleich mit. In der für Untergriesbacher Verhältnisse mageren Zuschauerkulisse konnte unter solch unregulären Umständen nicht die dort übliche gute Stimmung aufkommen. Musberg hatte sich vor dem Relegationskampf bereits mit dem Abstieg abgefunden, schon im Jubiläumsheft 2011 wissen lassen, dass bei einem Abstieg nicht die Welt untergehen würde. War man doch „durch Zufall“ in die Beletage hoch gerutscht und wollte das Abenteuer einfach mal genießen. Doch jetzt ergab sich eine völlig neue Situation: Gegner Untergriesbach wollte gar nicht im Ringeroberhaus bleiben. Nun konnte wenigstens der Kampf ohne Druck stattfinden und es wurde vom Trainer nicht die Höchstanstrengung um die letzte Wertung gefordert.
120G Alexander Meinero hatte Christoph Bauer beim 3:1-Punktsieg sicher im Griff. Marco Braun (60G) durfte als Jugendlicher nicht mal zum Freundschaftskampf gegen Ludwig Pöppel antreten. Michael
Böpple (96F) unterlag dem guten und auch noch fast 10 Kilo schwereren Tarnas Fodor nur knapp. Alexandru Chirtoaca versuchte gar im 66er sein Glück gegen den ungarischen Spitzenringer Gabor
Farkas. Der war über sechs Kilo schwerer, das ist bei der Klasse beider Ringer kaum auszugleichen, 0:3-Niederlage. Kai Mertins (84G) ist wieder voll da, gegen Andreas Buchetmann reichte es zum
sicheren 3:0-Sieg. Gegen den aus Ebersbach stammenden Routinier im Untergriesbacher Trikot, Christoph Scherr, hatte Tim Dennis Völker keine Chance. Stefan Stäbler schaffte auch eine Klasse höher
(84) sogar im Freien Stil, einen 3:0-Sieg gegen Ralf Neudorfer. Adrian Moise (74F) erinnerte an seine besten Zeiten im Musberger Trikot mit seinem Griffekunstwerk zum Überlegenheitssieg gegen
Benedikt Heindl. Ein interessantes Duell lieferte sich André Ehrmann gegen den ehemaligen Deutschen Meister Benedict Pauli, dem er sogar eine Runde abnahm bei der 1:3-Niederlage.
Nun ist man in Musberg gespannt, mit welcher Formation Untergriesbach am Freitagabend in der Hauberghalle antritt – egal, was nun kommt, für Musberg wird eine reguläre Mannschaft auflaufen.
Alle Einzelergbnisseauf liga-db.de
Am Sonntag, 11.12.2011 wurde vom Deutschlandradio (Deutschland-Funk) ein Live-Interview mit unserem 1. Vorsitzenden, Thomas Stäbler, geführt.
Das Interview gibt es zum anhören auch auf der Internetseite des Deutschlandradios unter http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1625922/ .
Niederlage – aber kaum einer ist traurig: 16:20, das kann sich sehen lassen. Bundesliga-Saisonende ohne Überraschung - Aufstrebender TuS Adelhausen Fünfter, Musberg bleibt am Tabellenende.
Dass die Musberger Fans zu den treuesten gehören, bewies der recht gute Besuch beim letzten Saisonkampf gegen den TuS Adelhausen, der im Vorkampf zuhause mit 12:21 gegen Musberg den Kürzeren zog. Kaum einer ist noch gegen die vernünftige Entscheidung, lieber eine Etage tiefer in der Zweiten Liga zu ringen und die Zuschauer wieder mit Erfolgen zu erfreuen. Vorausgesetzt, die Relegationskämpfe am 17. (auswärts) und 23.12. (zuhause) gegen den Tabellenletzten SV Untergriesbach in der Ostgruppe gehen ohne Probleme über die Bühne. Wenn die Bayern jetzt aber auch nicht mehr drin bleiben wollen? Dann ergibt sich eine sehr schwierige Pattsituation. In der aktuellen Zweiten Liga wollen nicht alle Kandidaten an den Tabellenspitzen ins Oberhaus aufsteigen, das kommt erschwerend hinzu. Keine leichte Aufgabe für den Deutschen Ringerbund bei der Planung der nächsten Saison.
Am Samstag spielte gegen die in den letzten fünf Kämpfen auftrumpfenden Südbadener nicht das Ergebnis die entscheidende Rolle. Spannende Kämpfe wollte man sehen und das Saisonfinale lohnte sich durchaus anzusehen, bis auf die ziemlich lustlose Vorstellung im Halbschwergewicht. Während beim Gegner fünf Ringer vom Vorkampf auftraten, waren es auf Musberger Seite sieben. Vier Siege für Musberg, davon im 60er GR kampflos. Sechs für den Gegner, kein Schultersieg dabei, ein Kampf ging sogar über fünf Runden – das spiegelt durchaus die Spannung des Kampfabends wider, auch wenn die Luft bereits raus war.
Das hitzigste Duell zeigten, wie im Vorkampf, Stefan Stäbler und Alexander Heit. Den ersten Kampf gewann Stefan mit drei Einswertungen, dieses Mal wesentlich deutlicher, was ihm neben tosendem Beifall den Titel „Ringer des Abends“ einbrachte. Von Frank Stäbler wurde der Sieg gegen Florian Hassler einfach erwartet, „Fränkie“ kriegte das mit 9:0 Punkten auch prima hin, da half sperren und Passivität nichts. Rauspicken muss man keinen für gute Leistungen, „die Kaliber“ der Gegner spielen auch eine wesentliche Rolle, deshalb waren die Einsätze von Marco Braun, Andreas und Michael Böpple, Adrian Moise und Kai Mertins sowie der 3:0-Punktsieg von Kamil Skaskiewicz lobenswert. Robert Papp blieb weit unter den Erwartungen gegen Andreas Fix, Zehnter der Deutschen Meisterschaften.
40:0 – unverständliche Klatsche für den TSV Musberg in Bonn-Duisdorf Eine Bundesliga-Regel schlicht „verpennt“ – Nun den Spott und die Blamage weg stecken.
Hätte man bei der Planung des Bundesligakampfes in Bonn-Duisdorf und für den Heimkampf der Zweiten gegen den Landesligisten Hardt doch lieber genauer in den Statuten und Regeln lesen sollen. Während auf württembergischer Ebene gilt, dass mindestens neun Ringer antreten und davon acht das vorgeschriebene Gewicht haben müssen, sind in der 1. Bundesliga neun Athleten mit dem festgeschriebenen Kampfgewicht (+ zwei Kilo Toleranz) nötig. Doch soweit hätte es gar nicht kommen müssen, wäre man nicht kurzfristig von der Absage des für Frank Stäbler vorgesehenen Dawid Karecinski für das 66er griechisch-römisch überrascht worden.
Wer nun für die ziemlich peinliche Nullnummer verantwortlich ist spielt letztendlich nun keine Rolle mehr. „Zum Haare raufen“ ist das Ganze schon, wollte man sich doch aus reiner Vernunft und mit Anstand würdig aus dem Bundesligaoberhaus verabschieden, keinesfalls auch nur den geringsten Hauch von Manipulation aufkommen lassen. Am besten „Schwamm drüber“!
Die Niederlage war aus bekannten Gründen einkalkuliert, doch auch in Bestbesetzung wäre kein Sieg drin gewesen. Denn der TKSV Bonn-Duisdorf hatte ja für diese Saison mächtig „aufgerüstet“ und siegte auf der Matte 30:8. Zwei Siege auf Musberger Seite von Alexandru Chirtoaca (60F) 3:2 über fünf Runden gegen Samuel Michalache und Robert Papp (96G) 3:0 gegen Felix Radinger, dazu die knappe 2:3-Niederlage von Radoslav Marcinkiewicz (84F) gegen Piotr Ianuluv – das war die ganze Ausbeute. Dass Stefan Stäbler, Adrian Moise und Kamil Skaskiewicz nicht volle Vierer gegen „harte Brocken“ abgaben und nur knapp verloren, kann durchaus lobend erwähnt werden. Kai Mertins (84G) war David Harth kämpferisch überlegen, hat diesem die erste Runde abgenommen, musste aber im zweiten Teil überraschend auf die Schultern. Zufrieden war Trainer Markus Scheibner trotz Niederlagen mit den Leistungen von Marco Braun und André Ehrmann. Daheim gegen den TuS Adelhausen sollen die Fans im letzten Saisonkampf am kommenden Samstag noch einmal Freude haben.
Alle Einzelergebnisse auf liga-db.de
Ein bisschen bange war den Beteiligten schon, wie sich die Offenheit in Sachen „Abstieg“ auswirken würde. Der Musberger Schritt, mit der Mannschaft zurück in die 2. Bundesliga abzusteigen, hat zwar überrascht, doch überwiegend Zuspruch gefunden. Die Zuschauerreihen waren zwar etwas ausgedünnt, doch die Realisten und die echten Fans sind treu geblieben, vor allem der Fanblock stand wie eine Eins hinter den TSV-Ringern. Gegen den Tabellenführer konnte man nicht gewinnen. Drei Siege durch Frank Stäbler. Radoslav Marcinkiewicz und Kamil Skaskiewicz sind aber ein achtbares Ergebnis trotz der 13:24-Niederlage. Zum Ringer des Abends wurde Kai Mertins gewählt, der gegen den Vierten der schwedischen Meisterschaften und WM-Teilnehmer Fisnik Zahiti einen beherzten Kampf machte und nur knapp verlor. Frank Stäbler siegte überlegen, Pech hatte Stefan Stäbler, dessen Gegner Benjam Stange nicht nur ständig passiv war sondern den Kampfrichter „mit guter schauspielerischer Leistung“ beeinflusste und zu mehreren Fehlentscheidungen verleitete. Schwamm drüber, die anderen Kämpfe waren ein Augenschmaus für wahre Ringerfans. Ein Fernsehteam von Filder-TV war zu Aufnahmen da, es lohnt sich, die Kampfszenen im Internet anzuschauen. Am Samstag fährt ein Bus nach Bonn-Duisdorf, die Mannschaft freut sich auf Begleitung und Unterstützung der Fans.
Einzelergbenisse gibt es auf liga-db.de
Die Ringerabteilung des TSV Musberg sieht unter den aktuellen Randbedingungen keine Perspektive in der 1. Bundesliga und plant für die Saison 2012 einen Neustart in der 2. Bundesliga sowie Fokussierung auf die Nachwuchsarbeit.
Dies haben Diskussionen mit Mannschaft und Abteilungsleitung in dieser Woche endgültig ergeben.
Aufgrund der bisherigen Situation und den am Samstag stattgefundenen Kampf gegen Nendingen sehen wir es als erforderlich an, kurzfristig zu informieren um gegenüber Presse und Zuschauer ehrlich und offen zu kommunizieren.
Die bisherigen Mannschaftskämpfe in der 1. Bundesliga waren in diesem Jahr für die Ringer des TSV Musberg insgesamt sehr kräftezehrend. Die Niederlage gegen KSK Neuss und der gleichzeitige Sieg von TuS Adelhausen hat dann Mannschaft und Abteilungsleitung aufgezeigt, dass die Ringer des TSV Musberg unter den aktuellen Randbedingungen in der 1. Bundesliga keine Perspektive haben, ohne die Zukunft der Ringerabteilung nachhaltig zu beschädigen.
Nach intensiven Diskussionen haben sich Mannschaft und Abteilungsleitung in dieser Woche dann entschieden keine unverantwortlichen Anstrengungen zu unternehmen, um den für den Klassenerhalt sicheren 8. Platz möglicherweise dennoch zu erreichen. Diese Entscheidung ist allen Verantwortlichen sehr schwer gefallen und wurde getroffen, da wir glauben aus eigener Kraft in dieser Saison nicht mehr aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen und auch im kommenden Jahr die für uns wichtigen Randbedingungen für eine Bundesligateilnahme nicht erfüllen können.
Die Ringerabteilung strebt aus diesen Gründen einen Neustart in der 2. Bundesliga unter Einbeziehung unserer Musberger Talente an. Gleichzeitig wollen wir mit den Erfahrungen aus der 1. Bundesliga verstärkt in den Nachwuchs investieren. Mit einem erfolgreichen Konzept für die Weiterentwicklung des Nachwuchses trauen wir uns zu einmal erneut in die 1. Bundesliga zurückzukehren.
Ziel der Ringerabteilung in den kommenden Wochen ist es, sich bei den 2 verbleibenden Heimkämpfen mit tollem Ringkampfsport von der 1. Bundesliga zu verabschieden. Wir möchten uns bei diesen Veranstaltungen bei unseren treuen Zuschauern, unseren Sponsoren und dem Fanclub für die Unterstützung bedanken.
Gleichzeitig möchten wir für das Vertrauen und die weitere Unterstützung der Ringerabteilung werben.
Wir sind überzeugt, dass wir eine Entscheidung für den Sport Ringen in der Region, für unsere Sportler, für unsere Abteilung und den TSV Musberg getroffen haben und damit unseren Fans und Sponsoren auch zukünftig und längerfristig tollen Ringkampfsport bieten können.
Zwar hat Nendingen noch drei Kämpfe (gegen Neuss, Weingarten und Köllerbach), doch die Chance für die Endrundenteilnahme war schon vor dem Kampf gegen Musberg verspielt. Auf dem begehrten 4. Platz steht der ASV Mainz, der noch zweimal ran muss, gegen Neuss und Adelhausen. An das respektable 15:20 Vorkampfergebnis konnte die Musberger Mannschaft nicht anknüpfen.
Das lag an der Stilartumstellung in der Rückrunde, zudem kam Frank Stäbler nicht zum Einsatz, der wegen seiner kräftezehrenden Olympiavorbereitungen beim Auswärtskampf geschont wurde. Weiter
konnte im 66er Freistil kein Ringer gestellt werden, denn Adrion Moise wurde im 74er eingesetzt. Und ganz nüchtern betrachtet: an der hochkarätigen Besetzung der Nendinger. Diese müssen
erst noch ihre Saisonenttäuschung verdauen und wollten ihre Fans mit einem guten Heimkampfergebnis versöhnen.
Trotz klarer Niederlage hat Tim Dennis Voelker gegen Baris Diksu einen großartigen Kampf gezeigt, bei dem er gleich mehrfach aus dessen gefürchteter Kopfklammer schlüpfte. Seinen besten Kampf der
Saison überhaupt bestritt Stefan Stäbler beim 1:3 über vier Runden gegen den Superringer Neven Zugaj, Dritter der Weltmeisterschaft 2011. Schon im Vorkampf hatte Zugaj lediglich mit drei
Einserwertungen knapp gesiegt. Gegen dessen Zwillingsbruder Nenad, ebenfalls ein Weltklassemann, feierte Kai Mertins mit beherztem Einsatz sein Comeback in der Bundesligamannschaft, was die
Musberger Fans besonders freute.
Am Samstag wird Tabellenführer Mömbris-Königshofen in der Hauberghalle erwartet und mit Bestbesetzung wollen sich die Mannschaft, Trainer Markus Scheibner und Dieter Böpple, der technische
Leiter, mit guter Leistung beim Publikum, beim Fanblock und bei den Sponsoren für ihre großartige Unterstützung bedanken.
ASV Nendingen – TSV Musberg 31:7
55G Florin Gavrila – Marco Braun SS (4:0); 4:0
120F Nicolai Ceban – Kamil Skaskiewicz PS (1:2, 2:0, 1:0. 1:0); 7:1
60F Ghenadie Tulbea – Alexandru Chirtoaca (ROT zu schwer) (0:4); 7:5
96G Balazs Kiss – Robert Papp PS (1:0, 1:0, 3:0); 10:5
66G Baris Diksu – Tim Dennis Voelker TÜ (6:0, 6:0, 2:0); 14:5
84F Marc Buschle – Michael Böpple PS (1:0, 1:0, 5:0); 17:5
66F Yan Ceaban – Musberg ohne Ringer (4:0); 21:5
84G Nenad Zugaj – Kai Mertins TÜ (1:0, 6:0, 7:1); 25:5
74G Neven Zugaj – Stefan Stäbler PS (0:1, 1:0, 1:0, 1:0); 28:6
74F Ahmed R. Dudarov – Adrian Moise PS (0:2, 1:1, 1:0, 4:2); 31:7
Das hatte sich Ionut Panait, mehrfacher rumänischer Meister und EM-Zweiter von 2008 und 2010 so nicht vorgestellt. In der laufenden Saison noch unbesiegt, im letzten Jahr lediglich eine einzige knappe 2:3-Niederlage. Frank Stäbler, der Musberger Kandidat für Olympia 2012 in London, beendete Panaits Siegesserie mit einer grandiosen Leistung und die Hauberghalle stand Kopf. Die vorab einkalkulierte Niederlage gegen die aktuelle Deutsche Meistermannschaft Weingarten wurde etwas erträglicher, auch wenn sie das Abstiegsgespenst nicht verscheuchen konnte. Nur noch Robert Papp schaffte es mit seinem 3:0-Erfolg gegen den amtierenden Deutschen Titelträger Oliver Hassler auf die Siegerliste. Acht Gewinner auf Gegners Seite, fünf davon mit vollen 4er-Wertungen. Stefan Stäbler (74G) und Radoslav Marcinkiewicz (84F) konnten mit großem Kampfgeist jeweils wenigstens einen Mannschaftspunkt beisteuern, Adrian Moise einigermaßen mithalten. „Rado“ war durch einen plötzlich aufgetretenen Wadenkrampf gehandicapt, hielt aber tapfer durch. Die anderen Musberger Akteure waren von der Klasse ihrer Gegner, durchweg nationale und internationale Titelträger, überfordert. Nicht wenige Zuschauer diskutierten und waren verwundert über die Musberger Aufstellung. Leider können ja vor dem Kampf keine Details preisgegeben werden und über das komplizierte Regelwerk sind nur die Insider auf dem Laufenden. Da musste sich vom Trainer selbst Roland Droll aufklären lassen, er hatte sich über die Punktvergabe bei Verletzungspausen mokiert. Diese gibt es schlicht nicht mehr, Kampfrichter Claudio Bibbo hat hier also korrekt und regelgerecht entschieden. Bei einigen Szenen konnte man aber nur verwundert und erbost den Kopf schütteln, wenn entscheidende aber fragwürdige Punkte an den Gegner gingen. So zum Beispiel Wertungen beim Kampf Stefan Stäbler gegen Ionel Puscasu, was aber am verdienten Gesamtergebnis der Gäste nichts geändert hätte. Wie gut, dass die Zweite den Vorkampf gegen den Tabellenzweiten KV 95 souverän vorlegte, so war wenigstens Teil 1 des Ringerabends mit einem Sieg gesichert.
TSV Musberg – SVG Germania Weingarten 8:29
Nun wird es ziemlich eng für Musberg im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Was für eine Dramatik - Musberg lag vor dem letzten Kampf 17:17 gleich auf, dann kam es wie „ein Faustschlag in den Magen“: Marcin Marcinkiewicz wurde in Runde 4 von Neuzugang Yusuf Köse geschultert, nachdem er zwei Runden mit 0:1, und 2:2 durch letzte Wertung für sich verbucht hatte. Neuss siegte am Ende 21:17. Da der TuS Adelhausen, „Mitbewerber um die rote Laterne“, beim nicht optimal aufgestellten Spitzenreiter RWG Mömbis-Königshofen mit 19:15 die Punkte entführte, trennt Musberg nur noch ein einziges Wertungspünktchen vom punktgleichen Schlusslicht Neuss. Mit ein Grund für die knappe Niederlage war der Ausfall von Adrian Moise, der sich beim Abschlusstraining eine schmerzhafte Zerrung zuzog. Somit musste Musbergs Trainer diese Gewichtsklasse kurzfristig unbesetzt lassen. Gegen den Neusser Spitzenringer Samet Dülger war sein Einsatz einfach nicht möglich. Die Situation wird sich nächsten Samstag noch verschärfen: das Spitzenteam SV Weingarten kommt nach Musberg und es ist davon auszugehen, dass die aktuelle Deutsche Meistermannschaft unbedingt die Endrundenteilnahme sichern möchte. Neuss tritt in Köllerbach an, die haben die Endrundenteilnahme bereits im Kasten und müssen sich nicht mehr verbiegen. Das Vorkampfergebnis hieß 21:6 für Köllerbach, zum Vergleich: Musberg verlor dort 9:29.
Nach der 13:24-Niederlage gegen Mainz 88 trotz großartiger Leistungen hatte Trainer Markus Scheibner beim sechsmaligen Deutschen Meister Köllerbach mit etwa 10 Punkten gerechnet. Die Saarländer mussten unbedingt die Endrundenteilnahme 100%ig sichern und hatten entsprechend stark aufgestellt. So gelangen nur Dawid Karecinski (66G) und Radoslav Marcinkiewicz (84/F) bei seinem letzten Verein hart erkämpfte Siege.
Drei Punkte mehr für Musberg gegenüber dem Vorkampfergebnis, doch das reichte nicht. Die favorisierten Mainzer machten exakt wieder 24 Punkte, sie hatten durch Stilartwechsel in der Rückrunde auf fünf Positionen umgestellt, Musberg auf drei. Trotz Niederlage war es eine fantastische Veranstaltung - Ringen auf höchstem Niveau. Sicher gibt es jetzt einige Überraschungen, ein Team wird evtl. schwächer, das andere stärker, mal sehen wie sich unsere Jungs am zweiten Doppelkampftag in Köllerbach halten, danach ist eine Bewertung möglich. Gleich zwei „Ringer des Abends“ wurden gekürt, sie hatten es zusammen wirklich verdient: „Rado“ Marcinkiewicz für seinen grandiosen Punktsieg gegen Stefan Georghita, den mehrfachen rumänischen Meister und Olympiaringer 2008 und Frank Stäbler, der gegen den zähen Wladimir Berenhardt seine gute Olympiachance bestätigte. Aus meiner Sicht können alle zufrieden sein: die Ringer selbst, der Trainer und auch die Fans – die Kurve zeigt nach oben, auch wenn sich das gegen die Weltklasseformation der Wettbewerber nicht in Punkte niederschlägt. Man muss an den direkten Tabellennachbarn orientieren: Neuss und Adelhausen - und die wiederum schielen nach Musberg. Einzelergebnisse gibt es unter liga-db.de
Nur so zum Spaß oder rein zufällig kam Bullmann sicher nicht im Trainingsraum der Musberger Ringer vorbei: Frank Stäbler ist der Grund. Für den Nationaltrainer griechisch-römisch war Musberg nur eine von mehreren Stationen um zu sehen, wie es um seine Nationalringer und ihre Vereine steht. In Musberg wollte er das sportliche Umfeld seines Olympiakandidaten für London 2012 in der 66-Kilo-Klasse sehen: den Verein kennen lernen, einen Einblick in die Trainingsmöglichkeiten kriegen, sehen mit welchen Ringern Frank Stäbler trainiert und ob deren Können ausreicht, den Kandidaten für das größte Ereignis eines Sportlerlebens optimal vorzubereiten. Das Stützpunkttraining in Musberg unter der Leitung der Bundesliga erfahrenen WRV-Trainer Andreas Stäbler und Markus Scheibner fand Bullmann insgesamt gut. Die heimische Atmosphäre erinnerte ihn an seine erfolgreichen Zeiten beim einst legendären AC Bavaria Goldbach.
Zum Musberger Stützpunkttraining kommen seit längerem schon auch die absoluten Spitzenkräfte anderer Vereine um zusätzlich zum eigenen Clubtraining den letzten Schliff zu holen. Die Trainer sorgen zusätzlich dafür, dass Frank Stäbler gut geeignete Trainingspartner für die Olympiavorbereitungen findet: Aleksan Mikayelyan zum Beispiel war die komplette letzte Woche in Musberg. Der Nationalringer und evtl. Olympiakandidat aus Armenien ist beim Regionalligisten KSV Unterelchingen unter Vertrag.
Dann war anschließend noch das gemeinsame Planungsgespräch mit Trainer Andreas Stäbler und dem Olympiakandidaten Frank Stäbler: Bundestrainer Maik Bullmann hat ganz klare Vorstellungen und Vorgaben über Trainingseinheiten, Taktik, Kraft gewinnen, Ruhephasen, Ausdauer und noch einige spezielle Maßnahmen, alles zusammen auch gut dosiert einzusetzen. Deutschlands 66er soll in London auf den Punkt genau toppfit auf die Matte gehen.
Den mitgereisten Fans war nicht ganz geheuer, als die Mannschaften in der engen Adelhausener Dinkelberg-Halle vor etwa 350 Zuschauern einmarschierten. Denn auf Musberger Seite waren es nur neun Ringer, es fehlte ein 74er im Freistil. Dass aber auch der TuS Adelhausen gehandicapt war wusste man nicht gleich: deren 60-Kilo-Mann im griechisch-römisch war nämlich zu schwer, denn Adelhausen musste eine taktische Aufstellung vornehmen um den Vorgaben (Ausländerregelung) der Bundesligaregeln gerecht zu werden. Für Interessierte gab es nach dem Wiegen eine Liste der Gegner, angehängt der Vergleich der Einzelergebnisse beider Mannschaften gegen Mainz. Adelhausen hatte dort 12 Punkte geschafft, Musberg nur 10, allerdings auch nur 24 zugelassen, während Adelhausen 29 gegnerische Punkte einstecken musste. Von diesem papierenen Einschüchterungsversuch waren Trainer Markus Scheibner und auch Dieter Böpple völlig unbeeindruckt und blieben zuversichtlich, denn die Musik spielte ja „hier und heute“ und da kommt es auch auf die Tagesform de Athleten an. Adelhausen hatte das Kontingent (sechs ausländische Spitzenringer) voll ausgeschöpft. Auf Musberger Seite blieb das 74er Freistil frei, weil auf dieser Position der vom 1. Luckenwalder SC gekommene polnische Militärweltmeister Krystian Brzozowski auf dem Aufstellungsbogen stand. Wer hätte den besiegen sollen?
Was für ein langer und spannender Kampfabend! Nach über einer Stunde waren erst vier Kämpfe mit insgesamt 17 Runden rum. Gleich drei davon dauerten über fünf, lediglich eine über die üblichen drei Runden. Internationale Asse trafen aufeinander, die sich aber auch gar nichts schenkten. So kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten.
Bilder vom Kampf gegen Bonn-Duisdorf unter Bilder und Videos
Die Gäste aus Bonn hatten am Wochenende davor mit ihrem überraschenden 22:13-Sieg gegen den siegessicheren ASV Mainz 88 aufhorchen lassen. Trotzdem hofften Trainer Markus Scheibner und Dieter
Böpple, der sportliche Leiter, und mit ihnen die Fans auf einen knappen Sieg. Doch daraus wurde trotz gewaltiger Anstrengungen leider nichts.
Liga-DB.de: Einzelergebnisse
Fotos des Abends gibt es unter "Bilder und Videos"
Der Tabellenführer hat vor etwa 450 Zuschauern mit 25:10 deutlicher gewonnen, als der Musberger Plan es vorsah. Man hatte mit einem knapperen Ausgang gerechnet, doch es waren leider nicht alle Akteure „voll konzentriert“ oder konnten ihre Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen. Dabei muss man aber sehen, welche Kaliber der Spitzenreiter aufgeboten hatte.
Eine kleine Schwäche des Kampfrichters verhinderte in Weingarten ein besseres Ergebnis. Ein verlegenes Achselzucken wenigstens, als glaubhaftes Bedauern, aber immerhin. Kampfrichter Wioska aus Taisersdorf hatte am Ende des großartigen Kampfabends die Größe, zumindest eine von zwei Fehlentscheidung einzugestehen, die aber dem Deutschen Mannschaftsmeister SV Weingarten den Gesamtsieg nicht mehr gefährdet hätte. Leider verhinderte der Unparteiische damit aber dem Musberger Stefan Stäbler den hart erkämpften und verdienten Triumph für seinen leidenschaftlichen Einsatz gegen Weltklasseringer Ionel Puscasu aus Rumänien. Dessen letzte Wertung zum 1:0 in Runde 5 fiel eindeutig nach der 10. Minute - der Zeitnehmer hatte es zugunsten der Heimmannschaft nicht so genau genommen. So wurde Puscasu doch noch 3:2-Sieger. Gleiches war dem Neu-Musberger Dawid Karecinski passiert, ebenfalls in der entscheidenden fünften Runde gegen Ionut Panait, der mit dem Schlusspfiff sogar eine zweifelhafte Zweierwertung zugesprochen bekam – und keiner wusste wofür. Frank Stäbler durfte sich am Samstagabend etwas schonen, aber in Schorndorf für die Musberger Zweite einen Überlegenheitssieg zum 22:16 beisteuern.
SVG Weingarten : TSV Musberg 25:14
Musberg – ASV Nendingen 15:20
Für beide Teams stand viel auf dem Spiel: Musberg wollte nicht ans Tabellenende abrutschen, Nendingen durfte den Anschluss an die Spitze nicht verlieren, weil die Endrundenteilnahme auf dem Spiel
steht. Also ging es vor über 600 Zuschauern voll zur Sache. Das SWR-Fernsehen war da und am Abend gab es im Sportteil der Nachrichten einen Bericht mit guten Aktionen.
Einzel-Ergebnisse unter: Liga-DB.de
Fotos unter "Bilder und Videos"
Die Schülermannschaft hat es im Vorkampf gegen den TSV Benningen vorgemacht. Trotz Handycap durch Unterzahl nicht das Ziel aus den Augen verloren, von Trainer Markus Fehrle Siegeswille „einimpfen lassen“ und 19:16 gewonnen. Wenn das kein gutes Omen für die Bundesligacracks ist!
Ab sofort wird kein Bundesligaclub mehr den TSV Musberg auf die leichte Schulter nehmen oder gar unterschätzen. Hat Konkordia Neuss etwa diesen Fehler begangen? Keineswegs, es trat eine starke Truppe auf dem Hauberg an. Trainer Markus Scheibner hatte im Vorfeld angekündigt, die stärkste Musberger Formation dagegen zu stellen. Das ging zu Lasten der bisherigen „Boy-Group“-Philosophie, so viele eigene Ringer wie möglich in den Kampf zu schicken. Das bedauern einige Zuschauer zwar, die sich nach der Unbeschwertheit vergangener Jahre sehnen. Doch in der absoluten Topstaffel der Bundesliga Gruppe West kann man nicht bei der naiven Einstellung bleiben und auf Hoffnung setzen, als „kleiner David“ vielleicht einmal einen „Goliath“ zu überraschen. Die Meinungen sind gespalten. Wie es Trainer und Verantwortliche auch recht zu machen versuchen, es wird nicht allen gefallen. So oder so ist im zweiten Bundesligajahr zunächst einmal mit schwindendem Zuschauerinteresse zu rechnen. Gegen Neuss kamen etwas über 500. Musberg hat 18:17 gewonnen, also darf man zum Derby gegen Nendingen nächsten Montag (15 Uhr) wieder mehr Ringsportbegeisterte auf dem Hauberg erwarten, evtl. wird regio-tv für Aufnahmen dabei sein. Bei einer Niederlage hätte man mit weniger Fans rechnen müssen. Zum Vergleich: in Mainz kamen 1.000 gegen Weingarten, in Aalen gegen Luftfahrt Berlin (in Liga Ost) gerade mal 130, in Köllerbach 320, in Adelhausen 300. Die Tabelle gibt durch die Neunergruppe kein klares Bild, Musberg steht nach drei Kämpfen punktgleich mit Nendingen und Neuss auf Platz 7, dahinter folgen Bonn-Duisdorf (2:6) und Adelhausen(0:8).
Gespannt waren die Zuschauer auf das Debüt des Neuen – Dawid Karecinski, aktuell Vizeweltmeister der Junioren. Und wie fulminant der sich einführte gegen den international erfahrenen Sergiy Skrypka, Dritter der Deutschen Meisterschaften in Herbrechtingen. Das Ergebnis zweimal nichttechnische Wertung 1:0 in Runde 1 und 3, und 1:0 in Runde zwei drückt nicht die starke Leistung aus, die am Ende mit der Ehrung als Ringer des Abends gewürdigt wurde. Musberg ist gut gerüstet, den Klassenerhalt auch dieses Mal zu schaffen, ohne in die Relegationskämpfe mit dem Tabellenletzten der Ostgruppe zu müssen. 13:4 zur Pause, wann hat es das zuletzt gegeben? Die Fans durften auf den Sieg hoffen und als im achten Kampf 18:10 an der Anzeigetafel stand hätte Konkordia Neuss höchstens noch ein Unentschieden schaffen können. Das verhinderte am Ende mit starkem Einsatz Stefan Stäbler.
Frank gewann seinen ersten Kampf bei WM in Istanbul gegen den
Kolumbianer Ivan de jesus DUQUE ARANGO mit 4:0 und 1:0.
Im 1/8-Finale ging es danach gegen den Iraner Saeid Morad ABDVALI.
Diesen Kampf hat Frank knapp mit 0:1 und 0:1 verloren.
Frank´s Gegner aus dem 1/8-Finale hat sein 1/4-Finale gegen Darkhan BAYAKHMETOV aus Kazachstan gewonnen und es dann noch in das Finale geschafft.
Damit stand Frank in der Hoffnungsrunde.
Da ging es zuerst gegen den Polen Mateusz Wanke - diesen Kampf gewann Frank mit 2:0 und 4:0.
Im zweiten Kampf der Hoffnungrunde gegen Darkhan BAYAKHMETOV aus Kazachstan siegte Frank mit 1:0 und 1:0 und stand im kleinen Finale um Platz 3 gegen den Koreaner Kim Hyeon-Woo.
Damit hat er gleichzeitig das erste Ticket für den DRB zu den Olympischen Spielen 2012 in London gelöst.
Im kleinen Finale unterlag Frank mit 0:1 und 0:2 gegen den Koreaner Kim Hyeon-Woo.
In der ersten Runde konnte Frank seinem Gegner in der Bodenlage leider keinen Punkt abnehmen, die Runde ging daher an den Koreaner.
In der zweiten Runde musste der Videobeweis zu Rate gezogen werden - die Punkte gingen dann an Frank´s Gegner.
Eine Leistung, die vorher kaum einer für möglich gehalten hatte - Platz 5 bei der WM der Männer in einem Feld von 52 Ringern die in dieser Gewichtklasse am Start waren!
Zudem noch das erste Olympia-Ticket für den DRB gelöst:
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH FRANK
Ergebnisse gibt es unter http://www.fila-wrestling.com/istanbul2011/ - dort (unter "Results" GR 66kg) auswählen.
Hier die Videos von Frank´s Kämpfen (Link zur Seite der FILA):
Elf Punkte zur 11:8-Führung bei Halbzeit, danach gab es für die Musberger Bundesligamannschaft nichts mehr zu holen. Denn nun gingen für den KSV Köllerbach nationale Titelträger und sogar international erfolgreiche Ringer auf die Matte, die den Gästen nach zwei Niederlagen den ersten Saisonsieg sicherten und das Ziel Play-Off-Runde wieder wahrscheinlicher machten. Die Überraschung vor der WM-Pause blieb für Musberg also aus. Es gab, von ein paar Stillstand-Momenten abgesehen, “Ringen vom Feinsten“, das hätte mehr als ca. 500 Zuschauer verdient gehabt. Dass Frank Stäbler, gerade vom WM-Vorbereitungsturnier in der Ukraine zurück, zwar in der Halle war, aber nicht eingesetzt wurde, hat seinen Grund. Bundestrainer Maik Bullmann wollte kein Risiko eingehen, dass sich sein aufstrebender Musberger Schützling vor dem WM-Debüt gegen die Großen der Welt verletzten könnte. Gut von den Strapazen anstrengender Trainingseinheiten und leichter Erkältung erholt, soll er in Istanbul topfit auf die Matte gehen. Die Chance seines Lebens durfte keinesfalls gefährdet werden, dafür treten die Mannschaft und auch die Verantwortlichen gern einen Schritt in den Hintergrund. Die WM-Kandidaten Konstantin Schneider und Jan Fischer auf Köllerbacher Seite fühlten sich ihrer Überlegenheit und Erfahrung absolut sicher, konnten selbst über ihren Antritt in Musberg entscheiden.
Kurzinfo: Musberg unterliegt gegen Mainz mit 24:10
Einzelergbnisse aller Bundesliga-Kämpfe gibt es unter http://www.liga-db.de
Sie können sich für die Heimkämpfe einen Sitzplatz sichern!!!
Als Dauerkarte oder Einzelkarte.
Ab sofort können Sie unter E-Mail conny.braun@tsvmusberg.de, oder Tel. 0711-7541531 Sitzplatzkarten reservieren.
Der 1. Heimkampf Bundesliga ist am 03.09.2011 gegen den KSV Köllerbach.
Auf den Neuzugang Dawid Kareczinski aus Polen dürfen sich die Musberger Fans schon mal freuen: der Teufelskerl hat bei den Juniorenweltmeisterschaften in Bukarest den 2. Platz bei 33 Teilnehmern in der Kategorie 60 kg griechisch-römisch geschafft. Im Halbfinale besiegte Dawid den Iraner Mohammad Naser Nourbakhsh, im Finale war dann Bobirbek Zaylobidinov aus Usbekistan der Bessere. Der Vizeweltmeister soll dem Musberger Team helfen, den Großen ein Bein zu stellen.
Hier die einzelnen Ergebnisse von Dawid bei der WM:
Mehr Bilder gibt es unter "Bilder und Videos"
Videos gibt es auf der Internetseite der FILA unter:
http://www.fila-wrestling.com/bucarest2011/