Hier geht´s nur um eins: Bundesliga-Ringen in Musberg

seit der Saison 2010 treten die Musberger Ringer in der 1. Bundesliga auf die Matte. Durch lange und intensive Jugendarbeit schafften Sie in den letzten Jahren, sich Jahr für Jahr eine Liga hochzuarbeiten bis es nun dorthin gereicht hat.  

www.staebler.eu - die neue Internetseite von Frank und Stefan Stäbler

In der Oberliga gibt es lukrative Derbys

Interview der Filder-Zeitung vom 24.01.2012 mit dem Vorsitzenden der Ringerabteilung, Thomas Stäbler

Der Musberger Abteilungsleiter Thomas Stäbler spricht über den Rückzug aus der ersten Bundesliga.

Von Harald Landwehr

 

Eines ist seit dem vergangenen Wochenende definitiv: In der ersten Bundesliga werden die Ringer des TSV Musberg in der kommenden Saison, trotz des sportlichen Klassenverbleibs, nicht mehr antreten. Noch ist aber unklar, wie und in welcher Klasse es für das Filderteam nach zwei Jahren Zugehörigkeit im deutschen Oberhaus genau weitergehen wird. Der Abteilungsleiter Thomas Stäbler äußert sich dazu noch einmal im Interview.

 

Filder-Zeitung: Herr Stäbler, hätte es bei der Bundesliga-Tagung, die am Wochenende stattfand, irgendein Szenario geben können, das Ihre Entscheidung gekippt hätte?

 

Thomas Stäbler: Nein, es war nach internen Diskussionen in den vergangenen Wochen klar geworden, dass der Rückzug aus der ersten Liga für uns definitiv ist. An der Entscheidung hätte auch keine Ligareform oder sonst etwas rütteln können. Deshalb haben wir uns auch entschieden, gar nicht an dieser Sitzung teilzunehmen. Wir standen und stehen aber in ständigem Kontakt mit der Ligaführung, die unsere Standpunkte und Wünsche genau kennt.

 

Filder-Zeitung: Der größte Wunsch wäre ein Startplatz in der zweiten Bundesliga?

 

Thomas Stäbler: Das ist richtig. Momentan deuten allerdings alle Signale in Richtung Oberliga, weil die Statuten einen sportlichen Rückzug in die zweite Bundesliga leider nicht vorsehen. Trotzdem möchte ich noch einmal betonen, dass wir uns stets fair und sportlich verhalten haben und nicht abgeneigt wären, wenn es Möglichkeiten gäbe, dass wir einen Startplatz in Liga zwei erhalten.

 

Filder-Zeitung: Sie könnten sich aber auch mit einer Rückstufung in die Oberliga anfreunden?

 

Thomas Stäbler: Ich muss, da es die wahrscheinlichste Lösung ist, von der wir momentan ausgehen. Und sie passt auch gut zu unserer Philosophie. Wir wollen künftig wieder auf eigene Musberger Nachwuchstalente und Ringer aus der Region setzen, da ist die Oberliga eine Option. Wobei schon jetzt klar ist, dass da einige sehr lukrative Derbys dabei sind und dass wir auf jeden Fall den Regionalliga-Aufstieg anpeilen wollen.

 

Filder-Zeitung: Und dabei wäre auch der Trainer Markus Scheibner mit an Bord?

 

Thomas Stäbler: Davon gehe ich fest aus. Wir planen mit ihm und er plant mit uns - solange bis ich etwas anderes von ihm höre. Ich denke aber, dass ihm die neue Konstellation und die Herausforderung mit eigenen Talenten gut gefällt. Bis Ende Februar soll unser Kader stehen. Inwieweit da ausländische Ringer eine Rolle spielen, müssen wir sehen. Klar ist aber, dass es nicht mehr so viele sein werden wie bisher und dass zum Beispiel ein Radoslaw Marcinkiewicz nicht dabei sein wird. Der ist ein Spitzenmann in der ersten Liga.

 

Filder-Zeitung: Wird es noch einmal einen Anlauf des TSV Musberg in Richtung erste Bundesliga geben?

 

Thomas Stäbler: Das schließe ich nicht aus. Allerdings sprechen wir da nicht von einem kurz-, sondern eher von einem mittelfristigen Ziel. Die Voraussetzungen in der deutschen Ringerlandschaft müssten sich ändern. Unsere Talente waren bereit für die Regionalliga und sie waren bereit für die zweite Liga. Die erste Liga war für uns und unsere Ringer im Nachhinein eine tolle Erfahrung, ist jedoch jetzt sportlich nicht mehr leistbar - Frank Stäbler einmal ausgenommen.

Frank Stäbler wechselt zum ASV Nendingen

Frank Stäbler ringt in der kommenden Saison für Volker Hirt’s Club, statt wie von vielen spekuliert wurde, beim SV Germania Weingarten.

Beim ASV Nendingen könnte unser Vorzeigeringer seine Leistungen zu deren ehrgeizigen Zielen, zunächst einmal zum Erreichen der Endrunde einbringen. Nun legen wir Wert darauf festzuhalten, dass Musberg absolut Verständnis für den Schritt zeigt und Frank seine Pläne mit den Verantwortlichen abgestimmt hat. Für Einzelwettbewerbe startet er weiter für den TSV Musberg, genauso bleibt hier seine Trainingsheimat, die Freundschaft wird auf keinen Fall Schaden leiden, seine privaten schon gar nicht. Nach wie vor wird Frank tatkräftig bei seinen Anstrengungen für das Ziel Olympia London 2012 unterstützt. Klar doch, liebe Fans, es schmerzt uns alle, doch der Leitsatz: „Egal was passiert, in Musberg geht die Welt nicht unter“ hat weiter seine Gültigkeit. Nun verweisen wir einfach mal weiter: mehr kann man nachlesen auf www.asv-nendingen.de

Bundesligarelegation TSV Musberg – SV Untergriesbach 23:15

Am Ende genau so schlau wie vorher – bleiben wir nun drin?

Die Skeptiker unter den Zuschauern waren sich sicher: die Untergriesbacher würden nach dem 0:36 im Heimkampf gleich gar nicht anreisen. Doch sie kamen tatsächlich frühzeitig mit neun Mann, und wenn man das Wettkampfprotokoll genau durchsieht, hatten sie sich dieses Mal sogar besonders Mühe gegeben, die Mindestzahl der Athleten für einen Bundesligakampf zu stellen. Zwei Athleten waren noch kurzfristig mit der nötigen Lizenz ausgestattet worden, denn die Ausweispapiere (Lizenzantrag und Startausweis) von Christoph Überreiter (60 kg Freistil) und Martin Wimmer (96G) lagen einschließlich Einschreibebeleg an den Deutschen Ringerbund nur in Kopie vor.. Um die Niederlage im Vorkampf nun etwas abzufedern und die drohenden Sanktionen durch den DRB abzumildern, waren der Untergriesbacher Co-Trainer Thomas Killesreiter, seine Ringer und die Hand voll Begleiter nach dem Kampf bemüht, die Begleitumstände um den Vorkampf als „einziges riesengroßes Pech“ zu deklarieren. Man mochte ihnen fast glauben, doch nahezu die gesamte Ringerszene sah darin eine grobe Unsportlichkeit. Sie ist dem Sportgericht angezeigt und über die Folgen für den SV Untergriesbach wird in den nächsten Tagen entschieden.
 

Bereits beim Auflaufen der Mannschaften durften sich Trainer Markus Scheibner und Dieter Böpple, der sportliche Leiter, über viel Beifall freuen. Der Hallensprecher stellte die Paarungen vor und es fiel auf, dass für Musberg bis auf Frank Stäbler, der wegen seiner Olympiavorbereitungen „draußen bleiben“ durfte, praktisch die so genannte Boygroup auf den Sieg gegen Untergriesbach gebrieft und gut motiviert war. Auf keinen Fall sollte nicht auch nur der winzigste Hauch von Manipulation aufkommen. Das konnte Peter Pimpl als Beobachter des DRB gleich zufrieden notierten.

Für die Zuschauer war „der Freundschaftskampf“ dann ein Vergnügen

  • 55G Steffen Armbruster im griechisch römisch? Hier spielte mehr das Gewicht eine Rolle und der Aufstellungspoker gelang. Er hatte keinen Gegner. 4:0
  • 120F Michael Böpple gewann technisch überlegen gegen Christoph Bauer, der konnte zappeln wie er wollte. Gekonnte Beinschrauben besiegelten seine Niederlage TÜS 4:0 (3:0,3:0,5:0) 8:0
  • 60F Klassiker Marco Braun durfte in vier Runden im Freien Stil seinen ersten Bundesligasieg gegen Christoph Überreiter feiern. Runde Eins ging nach Ablauf der Kampfzeit trotz Vorteil  des Musbergers durch einen Konter an den Gast. Die drei folgenden gewann Marco mit klugen Aktionen zum 3:1-Punktsieg (0:3,1:0,1:0,1:0) 11:1
  • 96G Alexander Meinero ist mehr als eine Alternative für beide obere Gewichtsklassen. Wie im Vorkampf im Schwergewicht, fuhr er auch Halbschwer einen klaren Sieg ein, der nach drei Verwarnungen für Martin Wimmer und dessen Disqualifikation wegen Unsportlichkeit sogar mit der vollen Punktzahl gewertet wurde 4:0 DQ (3:0,2:0,4:0) Stand 15:1
  • 66G Tim Dennis Voelker durfte sich trotz Niederlage gegen Ludwig Pöppel besonders über das Lob des Trainers freuen. Eine starke Vorstellung, wobei ihm durch eine unverständliche Wertung ganz am Schluss der Rundensieg genommen wurde. 0:3 PN (0:2,2:3,0:1) 15:4
  • 84F Nanu, Dominik Randhahn im Freistil? Das ging nicht gut, ehe er sich auf den Routinier Ralf Neudorfer eingestellt hatte musste er „die Decke sehen“ – Schulterniederlage. 15:8
  • 66F Michele Rauhut ist ein alter Bekannter von Andreas Böpple aus vielen, vielen Turnieren. Der Heilbronner (früher VfL Neckargartach) im Trikot des SV Untergriesbach konnte gleich zwei Runden per Zwiegriff für sich entscheiden, weil in der regulären Kampfzeit keine Wertungen fielen. 0:3 PN (0:2,0:1,0:1) 15:11
  • 84G Wie im Vorkampf war Kai Mertins gegen Andreas Buchetmann der kräftigere und auch technisch bessere Ringer. Ein Konter vor der Pause in Runde eins, es war aber mehr ein Selbstfaller, motivierte zusätzlich. Blitzschnell konnte Kai aus der Unterlage zum 2:2 ausgleichen und sogar noch den nötigen Siegpunkt sichern und auch die beiden nächsten Runden gewinnen 3:0 PS (3:2,2:0,1:0)18:11
  • 74G Auf Stefan Stäbler ist Verlass, von wegen jetzt die Zügel schleifen lassen. Exakt das Gewicht ins 74er gemacht, trotz der Gesamtsituation. Den unbändigen Dauersiegeswillen über die ganze Saison bekam Benedict Pauli zu spüren, der hatte keine Chance TÜS 4:0 (6:0,4:0,2:0) Stand 22:11
  • 74F Nur ein paar winzige Sekunden fehlten André Ehrmann zum Schultersieg über den favorisierten Benedikt Heindl, den der Schlussgong aus prekärer Lage in Runde 1 rettete. Trainer Scheibner stand und schrie sich vergebens die Lunge aus dem Hals und alle um ihn herum auch. Immerhin ein Rundensieg und bombenstarker Saisonabschluss mit Einsatz bis zur Erschöpfung von André, den viele Zuschauer als eine der Musberger Entdeckungen der Saison sehen 1:4 TÜN (3:0,0:3,0:4,0:7) Endstand 23:15. Was folgt nun?

17.12.2011: SV Untergriesbach – TSV Musberg Wertung 0:36 (Kampfergebnis 14:18)

Da waren nun aber Trainer Markus Scheibner, alle Ringer und die paar mitgereisten Musberger Fans ziemlich perplex: die Gastgeber hatten ebenso einen Leerlauf in der 55-Kilo-Klasse, zudem noch einen zu schweren Ringer im 60er, also bereits auf der Waage 0:36 verloren und das sportliche Fairplay gleich mit. In der für Untergriesbacher Verhältnisse mageren Zuschauerkulisse konnte unter solch unregulären Umständen nicht die dort übliche gute Stimmung aufkommen. Musberg hatte sich vor dem Relegationskampf bereits mit dem Abstieg abgefunden, schon im Jubiläumsheft 2011 wissen lassen, dass bei einem Abstieg nicht die Welt untergehen würde. War man doch „durch Zufall“ in die Beletage hoch gerutscht und wollte das Abenteuer einfach mal genießen. Doch jetzt ergab sich eine völlig neue Situation: Gegner Untergriesbach wollte gar nicht im Ringeroberhaus bleiben. Nun konnte wenigstens der Kampf ohne Druck stattfinden und es wurde vom Trainer nicht die Höchstanstrengung um die letzte Wertung gefordert.

120G Alexander Meinero hatte Christoph Bauer beim 3:1-Punktsieg sicher im Griff. Marco Braun (60G) durfte als Jugendlicher nicht mal zum Freundschaftskampf gegen Ludwig Pöppel antreten. Michael Böpple (96F) unterlag dem guten und auch noch fast 10 Kilo schwereren Tarnas Fodor nur knapp. Alexandru Chirtoaca versuchte gar im 66er sein Glück gegen den ungarischen Spitzenringer Gabor Farkas. Der war über sechs Kilo schwerer, das ist bei der Klasse beider Ringer kaum auszugleichen, 0:3-Niederlage. Kai Mertins (84G) ist wieder voll da, gegen Andreas Buchetmann reichte es zum sicheren 3:0-Sieg. Gegen den aus Ebersbach stammenden Routinier im Untergriesbacher Trikot, Christoph Scherr, hatte Tim Dennis Völker keine Chance. Stefan Stäbler schaffte auch eine Klasse höher (84) sogar im Freien Stil, einen 3:0-Sieg gegen Ralf Neudorfer. Adrian Moise (74F) erinnerte an seine besten Zeiten im Musberger Trikot mit seinem Griffekunstwerk zum Überlegenheitssieg gegen Benedikt Heindl. Ein interessantes Duell lieferte sich André Ehrmann gegen den ehemaligen Deutschen Meister Benedict Pauli, dem er sogar eine Runde abnahm bei der 1:3-Niederlage.
Nun ist man in Musberg gespannt, mit welcher Formation Untergriesbach am Freitagabend in der Hauberghalle antritt – egal, was nun kommt, für Musberg wird eine reguläre Mannschaft auflaufen.

Alle Einzelergbnisseauf liga-db.de

Live-Interview mit Thomas Stäbler im Deutschlandfunk

Am Sonntag, 11.12.2011 wurde vom Deutschlandradio (Deutschland-Funk) ein Live-Interview mit unserem 1. Vorsitzenden, Thomas Stäbler, geführt.
Das Interview gibt es zum anhören auch auf der Internetseite des Deutschlandradios unter http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1625922/ .

10.12.2011: TSV Musberg gegen TuS Adelhausen endet 16:20

Niederlage – aber kaum einer ist traurig: 16:20, das kann sich sehen lassen. Bundesliga-Saisonende ohne Überraschung - Aufstrebender TuS Adelhausen Fünfter, Musberg bleibt am Tabellenende.

 

Dass die Musberger Fans zu den treuesten gehören, bewies der recht gute Besuch beim letzten Saisonkampf gegen den TuS Adelhausen, der im Vorkampf zuhause mit 12:21 gegen Musberg den Kürzeren zog. Kaum einer ist noch gegen die vernünftige Entscheidung, lieber eine Etage tiefer in der Zweiten Liga zu ringen und die Zuschauer wieder mit Erfolgen zu erfreuen. Vorausgesetzt, die Relegationskämpfe am 17. (auswärts) und 23.12. (zuhause) gegen den Tabellenletzten SV Untergriesbach in der Ostgruppe gehen ohne Probleme über die Bühne. Wenn die Bayern jetzt aber auch nicht mehr drin bleiben wollen? Dann ergibt sich eine sehr schwierige Pattsituation. In der aktuellen Zweiten Liga wollen nicht alle Kandidaten an den Tabellenspitzen ins Oberhaus aufsteigen, das kommt erschwerend hinzu. Keine leichte Aufgabe für den Deutschen Ringerbund bei der Planung der nächsten Saison.

 

Am Samstag spielte gegen die in den letzten fünf Kämpfen auftrumpfenden Südbadener nicht das Ergebnis die entscheidende Rolle. Spannende Kämpfe wollte man sehen und das Saisonfinale lohnte sich durchaus anzusehen, bis auf die ziemlich lustlose Vorstellung im Halbschwergewicht. Während beim Gegner fünf Ringer vom Vorkampf auftraten, waren es auf Musberger Seite sieben. Vier Siege für Musberg, davon im 60er GR kampflos. Sechs für den Gegner, kein Schultersieg dabei, ein Kampf ging sogar über fünf Runden – das spiegelt durchaus die Spannung des Kampfabends wider, auch wenn die Luft bereits raus war.

 

Das hitzigste Duell zeigten, wie im Vorkampf, Stefan Stäbler und Alexander Heit. Den ersten Kampf gewann Stefan mit drei Einswertungen, dieses Mal wesentlich deutlicher, was ihm neben tosendem Beifall den Titel „Ringer des Abends“ einbrachte. Von Frank Stäbler wurde der Sieg gegen Florian Hassler einfach erwartet, „Fränkie“ kriegte das mit 9:0 Punkten auch prima hin, da half sperren und Passivität nichts. Rauspicken muss man keinen für gute Leistungen, „die Kaliber“ der Gegner spielen auch eine wesentliche Rolle, deshalb waren die Einsätze von Marco Braun, Andreas und Michael Böpple, Adrian Moise und Kai Mertins sowie der 3:0-Punktsieg von Kamil Skaskiewicz lobenswert. Robert Papp blieb weit unter den Erwartungen gegen Andreas Fix, Zehnter der Deutschen Meisterschaften.

3.12.2011: TKSV Bonn gewinnt gegen Musberg I 40:0

40:0 – unverständliche Klatsche für den TSV Musberg in Bonn-Duisdorf Eine Bundesliga-Regel schlicht „verpennt“ – Nun den Spott und die Blamage weg stecken.

Hätte man bei der Planung des Bundesligakampfes in Bonn-Duisdorf und für den Heimkampf der Zweiten gegen den Landesligisten Hardt doch lieber genauer in den Statuten und Regeln lesen sollen. Während auf württembergischer Ebene gilt, dass mindestens neun Ringer antreten und davon acht das vorgeschriebene Gewicht haben müssen, sind in der 1. Bundesliga neun Athleten mit dem festgeschriebenen Kampfgewicht (+ zwei Kilo Toleranz) nötig. Doch soweit hätte es gar nicht kommen müssen, wäre man nicht kurzfristig von der Absage des für Frank Stäbler vorgesehenen Dawid Karecinski für das 66er griechisch-römisch überrascht worden.

Wer nun für die ziemlich peinliche Nullnummer verantwortlich ist spielt letztendlich nun keine Rolle mehr. „Zum Haare raufen“ ist das Ganze schon, wollte man sich doch aus reiner Vernunft und mit Anstand würdig aus dem Bundesligaoberhaus verabschieden, keinesfalls auch nur den geringsten Hauch von Manipulation aufkommen lassen. Am besten „Schwamm drüber“!

Die Niederlage war aus bekannten Gründen einkalkuliert, doch auch in Bestbesetzung wäre kein Sieg drin gewesen. Denn der TKSV Bonn-Duisdorf hatte ja für diese Saison mächtig „aufgerüstet“ und siegte auf der Matte 30:8. Zwei Siege auf Musberger Seite von Alexandru Chirtoaca (60F) 3:2 über fünf Runden gegen Samuel Michalache und Robert Papp (96G) 3:0 gegen Felix Radinger, dazu die knappe 2:3-Niederlage von Radoslav Marcinkiewicz (84F) gegen Piotr Ianuluv – das war die ganze Ausbeute. Dass Stefan Stäbler, Adrian Moise und Kamil Skaskiewicz nicht volle Vierer gegen „harte Brocken“ abgaben und nur knapp verloren, kann durchaus lobend erwähnt werden. Kai Mertins (84G) war David Harth kämpferisch überlegen, hat diesem die erste Runde abgenommen, musste aber im zweiten Teil überraschend auf die Schultern. Zufrieden war Trainer Markus Scheibner trotz Niederlagen mit den Leistungen von Marco Braun und André Ehrmann. Daheim gegen den TuS Adelhausen sollen die Fans im letzten Saisonkampf am kommenden Samstag noch einmal Freude haben.

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26.11.2011: TSV Musberg - Mömbris-Königshofen 13:24

Ein bisschen bange war den Beteiligten schon, wie sich die Offenheit in Sachen „Abstieg“ auswirken würde. Der Musberger Schritt, mit der Mannschaft zurück in die 2. Bundesliga abzusteigen, hat zwar überrascht, doch überwiegend Zuspruch gefunden. Die Zuschauerreihen waren zwar etwas ausgedünnt, doch die Realisten und die echten Fans sind treu geblieben, vor allem der Fanblock stand wie eine Eins hinter den TSV-Ringern. Gegen den Tabellenführer konnte man nicht gewinnen. Drei Siege durch Frank Stäbler. Radoslav Marcinkiewicz und Kamil Skaskiewicz sind aber ein achtbares Ergebnis trotz der 13:24-Niederlage. Zum Ringer des Abends wurde Kai Mertins gewählt, der gegen den Vierten der schwedischen Meisterschaften und WM-Teilnehmer Fisnik Zahiti einen beherzten Kampf machte und nur knapp verlor. Frank Stäbler siegte überlegen, Pech hatte Stefan Stäbler, dessen Gegner Benjam Stange nicht nur ständig passiv war sondern den Kampfrichter „mit guter schauspielerischer Leistung“ beeinflusste und zu mehreren Fehlentscheidungen verleitete. Schwamm drüber, die anderen Kämpfe waren ein Augenschmaus für wahre Ringerfans. Ein Fernsehteam von Filder-TV war zu Aufnahmen da, es lohnt sich, die Kampfszenen im Internet anzuschauen. Am Samstag fährt ein Bus nach Bonn-Duisdorf, die Mannschaft freut sich auf Begleitung und Unterstützung der Fans.

Einzelergbenisse gibt es auf liga-db.de

21.11.2011: Neustart in der 2. Bundesliga

Die Ringerabteilung des TSV Musberg sieht unter den aktuellen Randbedingungen keine Perspektive in der 1. Bundesliga und plant für die Saison 2012 einen Neustart in der 2. Bundesliga sowie Fokussierung auf die Nachwuchsarbeit.

Dies haben Diskussionen mit Mannschaft und Abteilungsleitung in dieser Woche endgültig ergeben.

Aufgrund der bisherigen Situation und den am Samstag stattgefundenen Kampf gegen Nendingen sehen wir es als erforderlich an, kurzfristig zu informieren um gegenüber Presse und Zuschauer ehrlich und offen zu kommunizieren.

Die bisherigen Mannschaftskämpfe in der 1. Bundesliga waren in diesem Jahr für die Ringer des TSV Musberg insgesamt sehr kräftezehrend. Die Niederlage gegen KSK Neuss und der gleichzeitige Sieg von TuS Adelhausen hat dann Mannschaft und Abteilungsleitung aufgezeigt, dass die Ringer des TSV Musberg unter den aktuellen Randbedingungen in der 1. Bundesliga keine Perspektive haben, ohne die Zukunft der Ringerabteilung nachhaltig zu beschädigen.

Nach intensiven Diskussionen haben sich Mannschaft und Abteilungsleitung in dieser Woche dann entschieden keine unverantwortlichen Anstrengungen zu unternehmen, um den für den Klassenerhalt sicheren 8. Platz möglicherweise dennoch zu erreichen. Diese Entscheidung ist allen Verantwortlichen sehr schwer gefallen und wurde getroffen, da wir glauben aus eigener Kraft in dieser Saison nicht mehr aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen und auch im kommenden Jahr die für uns wichtigen Randbedingungen für eine Bundesligateilnahme nicht erfüllen können.

Die Ringerabteilung strebt aus diesen Gründen einen Neustart in der 2. Bundesliga unter Einbeziehung unserer Musberger Talente an. Gleichzeitig wollen wir mit den Erfahrungen aus der 1. Bundesliga verstärkt in den Nachwuchs investieren. Mit einem erfolgreichen Konzept für die Weiterentwicklung des Nachwuchses trauen wir uns zu einmal erneut in die 1. Bundesliga zurückzukehren.

Ziel der Ringerabteilung in den kommenden Wochen ist es, sich bei den 2 verbleibenden Heimkämpfen mit tollem Ringkampfsport von der 1. Bundesliga zu verabschieden. Wir möchten uns bei diesen Veranstaltungen bei unseren treuen Zuschauern, unseren Sponsoren und dem Fanclub für die Unterstützung bedanken.

Gleichzeitig möchten wir für das Vertrauen und die weitere Unterstützung der Ringerabteilung werben.

Wir sind überzeugt, dass wir eine Entscheidung für den Sport Ringen in der Region, für unsere Sportler, für unsere Abteilung und den TSV Musberg getroffen haben und damit unseren Fans und Sponsoren auch zukünftig und längerfristig tollen Ringkampfsport bieten können.

19.11.2011: Nendingen ließ mit 31:7 gegen Musberg für die verpasste Endrunde den Frust ab

Zwar hat Nendingen noch drei Kämpfe (gegen Neuss, Weingarten und Köllerbach), doch die Chance für die Endrundenteilnahme war schon vor dem Kampf gegen Musberg verspielt. Auf dem begehrten 4. Platz steht der ASV Mainz, der noch zweimal ran muss, gegen Neuss und Adelhausen. An das respektable 15:20 Vorkampfergebnis konnte die Musberger Mannschaft nicht anknüpfen.

Das lag an der Stilartumstellung in der Rückrunde, zudem kam Frank Stäbler nicht zum Einsatz, der wegen seiner kräftezehrenden Olympiavorbereitungen beim Auswärtskampf geschont wurde. Weiter konnte im 66er Freistil kein Ringer gestellt werden, denn Adrion Moise wurde im 74er  eingesetzt. Und ganz nüchtern betrachtet: an der hochkarätigen Besetzung der Nendinger. Diese müssen erst noch ihre Saisonenttäuschung verdauen und wollten ihre Fans mit einem guten Heimkampfergebnis versöhnen. 
Trotz klarer Niederlage hat Tim Dennis Voelker gegen Baris Diksu einen großartigen Kampf gezeigt, bei dem er gleich mehrfach aus dessen gefürchteter Kopfklammer schlüpfte. Seinen besten Kampf der Saison überhaupt bestritt Stefan Stäbler beim 1:3 über vier Runden gegen den Superringer Neven Zugaj, Dritter der Weltmeisterschaft 2011. Schon im Vorkampf hatte Zugaj lediglich mit drei Einserwertungen knapp gesiegt. Gegen dessen Zwillingsbruder Nenad, ebenfalls ein Weltklassemann, feierte Kai Mertins mit beherztem Einsatz sein Comeback in der Bundesligamannschaft, was die Musberger Fans besonders freute.
Am Samstag wird Tabellenführer Mömbris-Königshofen in der Hauberghalle erwartet und mit Bestbesetzung wollen sich die Mannschaft, Trainer Markus Scheibner und Dieter Böpple, der technische Leiter, mit guter Leistung beim Publikum, beim Fanblock und bei den Sponsoren für ihre großartige Unterstützung bedanken.

 

ASV Nendingen – TSV Musberg 31:7
55G Florin Gavrila – Marco Braun  SS (4:0); 4:0
120F Nicolai Ceban – Kamil Skaskiewicz PS (1:2, 2:0, 1:0. 1:0); 7:1
60F Ghenadie Tulbea – Alexandru Chirtoaca (ROT zu schwer) (0:4); 7:5
96G Balazs Kiss – Robert Papp PS (1:0, 1:0, 3:0); 10:5
66G Baris Diksu – Tim Dennis Voelker TÜ (6:0, 6:0, 2:0); 14:5
84F Marc Buschle – Michael Böpple PS (1:0, 1:0, 5:0); 17:5
66F Yan Ceaban – Musberg ohne Ringer (4:0); 21:5
84G Nenad Zugaj – Kai Mertins TÜ (1:0, 6:0, 7:1); 25:5
74G Neven Zugaj – Stefan Stäbler PS (0:1, 1:0, 1:0, 1:0); 28:6
74F Ahmed R. Dudarov – Adrian Moise PS (0:2, 1:1, 1:0, 4:2); 31:7

12.11.2011 - Frank Stäbler riss die Fans von den Sitzen - 6:1 gegen bisher unbesiegten Weltklasseringer

Das hatte sich Ionut Panait, mehrfacher rumänischer Meister und EM-Zweiter von 2008 und 2010 so nicht vorgestellt. In der laufenden Saison noch unbesiegt, im letzten Jahr lediglich eine einzige knappe 2:3-Niederlage. Frank Stäbler, der Musberger Kandidat für Olympia 2012 in London, beendete Panaits Siegesserie mit einer grandiosen Leistung und die Hauberghalle stand Kopf. Die vorab einkalkulierte Niederlage gegen die aktuelle Deutsche Meistermannschaft Weingarten wurde etwas erträglicher, auch wenn sie das Abstiegsgespenst nicht verscheuchen konnte. Nur noch Robert Papp schaffte es mit seinem 3:0-Erfolg gegen den amtierenden Deutschen Titelträger Oliver Hassler auf die Siegerliste. Acht Gewinner auf Gegners Seite, fünf davon mit vollen 4er-Wertungen. Stefan Stäbler (74G) und Radoslav Marcinkiewicz (84F) konnten mit großem Kampfgeist jeweils wenigstens einen Mannschaftspunkt beisteuern, Adrian Moise einigermaßen mithalten. „Rado“ war durch einen plötzlich aufgetretenen Wadenkrampf gehandicapt, hielt aber tapfer durch. Die anderen Musberger Akteure waren von der Klasse ihrer Gegner, durchweg nationale und internationale Titelträger, überfordert. Nicht wenige Zuschauer diskutierten und waren verwundert über die Musberger Aufstellung. Leider können ja vor dem Kampf keine Details preisgegeben werden und über das komplizierte Regelwerk sind nur die Insider auf dem Laufenden. Da musste sich vom Trainer selbst Roland Droll aufklären lassen, er hatte sich über die Punktvergabe bei Verletzungspausen mokiert. Diese gibt es schlicht nicht mehr, Kampfrichter Claudio Bibbo hat hier also korrekt und regelgerecht entschieden. Bei einigen Szenen konnte man aber nur verwundert und erbost den Kopf schütteln, wenn entscheidende aber fragwürdige Punkte an den Gegner gingen. So zum Beispiel Wertungen beim Kampf Stefan Stäbler gegen Ionel Puscasu, was aber am verdienten Gesamtergebnis der Gäste nichts geändert hätte. Wie gut, dass die Zweite den Vorkampf gegen den Tabellenzweiten KV 95 souverän vorlegte, so war wenigstens Teil 1 des Ringerabends mit einem Sieg gesichert.

TSV Musberg – SVG Germania Weingarten  8:29

  • 55G  Marco Braun – Lukas Höglmeier TÜN (0:6, 0:6, 0:5) - 0:4
  • 120F Michael Böpple – Johannes Kessel SN 0:4 - 0:8
  • 60F Tim Dennis Voelker – Marcel Ewald SN 0:4 - 0:12
  • 96G Robert Papp - Oliver Hassler 3:0 PS (1:0, 3:0, 2:0) - 3:12
  • 66G Frank Stäbler – Ionut Panait 3:0 PS (1:0, 2:0, 3:1) - 6:12
  • 84F Radoslav Marcinkiewicz – Bekhan Kurkiev 1:3 PN (3:0, 0:3, 0:5, 1:2) - 7:15
  • 66F Andreas Böpple – Sahit Prizreni TÜN 0:4 (0:6, 0:6, 0:6) - 7:19
  • 84G Dominik Randhahn – Adam Juretzko 0:4 TÜN (0:6, 0:5, 0:6) - 7:23
  • 74G Stefan Stäbler – Ionel Puscasu 1:3 PN (0:5, 2:0, 0:1, 0:1) - 8:26
  • 74F Adrian Moise – Szabolcs Laszlo 0:3 PN (0:2, 0:1, 0:2) - 8:29

05.11.2011 - KSK Neuss entschied im letzten Kampf

- 21:17-Sieg gegen Musberg

 

Nun wird es ziemlich eng für Musberg im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Was für eine Dramatik - Musberg lag vor dem letzten Kampf 17:17 gleich auf, dann kam es wie „ein Faustschlag in den Magen“: Marcin Marcinkiewicz wurde in Runde 4 von Neuzugang Yusuf Köse geschultert, nachdem er zwei Runden mit 0:1, und 2:2 durch letzte Wertung für sich verbucht hatte. Neuss siegte am Ende 21:17. Da der TuS Adelhausen, „Mitbewerber um die rote Laterne“, beim nicht optimal aufgestellten Spitzenreiter RWG Mömbis-Königshofen mit 19:15 die Punkte entführte, trennt Musberg nur noch ein einziges Wertungspünktchen vom punktgleichen Schlusslicht Neuss. Mit ein Grund für die knappe Niederlage war der Ausfall von Adrian Moise, der sich beim Abschlusstraining eine schmerzhafte Zerrung zuzog. Somit musste Musbergs Trainer diese Gewichtsklasse kurzfristig unbesetzt lassen. Gegen den Neusser Spitzenringer Samet Dülger war sein Einsatz einfach nicht möglich. Die Situation wird sich nächsten Samstag noch verschärfen: das Spitzenteam SV Weingarten kommt nach Musberg und es ist davon auszugehen, dass die aktuelle Deutsche Meistermannschaft unbedingt die Endrundenteilnahme sichern möchte. Neuss tritt in Köllerbach an, die haben die Endrundenteilnahme bereits im Kasten und müssen sich nicht mehr verbiegen. Das Vorkampfergebnis hieß 21:6 für Köllerbach, zum Vergleich: Musberg verlor dort 9:29.

  • 55G Sergiy Skrypka – Marco Braun TÜ 4:0 (6:0, 4:0, 1:0) Stand 4:0
  • 120F Yusuf Turkaya – Kamil Skaskiewicz 2:3 PS ( 1:0, 2:1, 0:1, 0:2, 0:6) 6:3
  • 60F Georgi Makisvili – Alexandru Chirtoaca 0:3 PS (0:1, 0:1, 0:1) 6:6
  • 96G Robert Papp (Musberg) ohne Gegner 0:4, Stand 6:10
  • 66G Ismail Baygus – Frank Stäbler 1:3 PS (1:0, 1:1, 0:1, 0:7) 7:13
  • 84F Mahmut Cavusoglu – Radoslav Marcinkiewicz  TÜ (0:7, 0:6, 0:6) 7:17
  • 66F Samet Dülger – Musberg ohne Ringer  4:0 kampflos  11:17
  • 84G Nikolay Bayryakov – Michael Böpple 3:0 PS (1:0, 1:0, 1:0) 14:17
  • 74G Ilyas Özdemir – Stefan Stäbler 3:0 PS (5:0, 1:0, 1:0) 17:17
  • 74F Yusuf Köse – Marcin Marcinkiewicz 4:0 SS (0:1, 2:2, 2:0, 5:0) Endstand 21:17

 

30.10.2011 - Köllerbach : Musberg 29:9

Nach der 13:24-Niederlage gegen Mainz 88 trotz großartiger Leistungen hatte Trainer Markus Scheibner beim sechsmaligen Deutschen Meister Köllerbach mit etwa 10 Punkten gerechnet. Die Saarländer mussten unbedingt die Endrundenteilnahme 100%ig sichern und hatten entsprechend stark aufgestellt. So gelangen nur Dawid Karecinski (66G) und Radoslav Marcinkiewicz (84/F) bei seinem letzten Verein hart erkämpfte Siege.

  • 55G Marco Braun wurde vom guten KSV-Nachwuchsringer Liridon Avdyli geschultert. Stand 4:0
  • 120F Knapp 20 Kilo Gewichtsunterschied und das gegen einen internationalen Spitzenringer. Kamil Skaskiewicz gewann mit einer grandiosen Leistung zwei von fünf Runden gegen den Bulgaren Dimitar Kumchev. Runde zwei entschied Kamil, als er sich aus dem Zwiegriff lösen konnte, in der vierten bekam Kumchev die letzte Wertung PS 6:5 (1:0, 0:1, 0:1 ZW, 3:3, 2:0) 7:2
  • 60F Puuhh, das trat ein schwerer Gegner an gegen Alexandru Chirtoaca, der im 55er alle Kämpfe der Vorrunde gewonnen hatte. Naranbaatar Bayaraa aus der Mongolei schob den Musberger zweimal aus der Zone, echte Punkte gab es nur drei. PS 3:0 (1:0, 3:0, 2:0) Stand 10:2
  • 96G Alle Achtung vor der tollen Leistung von Alexander Meinero gegen Spitzenringer Björn Holk, dem insgesamt nur sechs Wertungen und der Punktsieg gelangen. Aus drei angeordneten Unterlagen für Meinero kriegte er diesen nicht von der Matte hoch PS 3:0 (1:0. 1:0, 4:0) 13:2
  • 66G Dawid Karecinski (noch Junior!) reiste direkt von den Polnischen Meisterschaften der Männer im gr.-röm. Stil als Polnischer Meister nach Köllerbach zum Mannschaftskampf. Eine ganz hitzige Auseinandersetzung war dieser Kampf von Dawid gegen den sperrigen Manuel Pitz, wobei der Kampfrichter nicht immer „auf Ballhöhe“ war und dem Musberger Wertungen versagte. Es gab knappste Rundenergebnisse beim Punktsieg (0:2, 1:1 letzte Wertung, 0:1, 0:1) 14:5
  • 84F Radoslav Marcinkiewicz war mit klugen und kraftvollen Aktionen gegen seinen ehemaligen Vereinskameraden Konstantin Völk erfolgreich 3:0 PS (0:2, 0:1, 0:2) Stand 14:8
  • 66F Zweimal Zwiegriff, dazu letzte Wertung mit zweifelhaftre Entscheidung brachten dem Köllerbacher Martin Daum den knappen 4:1 Punktsieg gegen Adrian Moise. PS (2:0 ZW, 1:0 ZW, 1:1 letzte Wertung) Stand 17:8
  • 84G Dominik Randhahn musste den 12:0-Überlegenheitssieg des mehrfachen Deutschen Meisters Konstantin Schneider wegstecken (3:0, 5:0, 4:0) 21:8
  • 74G André Ehrmann war für Stefan Stäbler eingesprungen. Gegen den starken Timo Badusch war nichts zu holen TÜ (9:0, 6:0, 7:0) Stand 25:8
  • 74F Die erste Runde konnte Marcin Marcinkiewicz gegen den mehrfachen Deutschen Meister, EM- und WM-Ringer Andrij Shyyka 2:1 gewinnen, danach drehte der Favorit mit technischen Raffinessen auf 4:1 PS (1:2, 8:2, 5:0, 2:0) Endstand 29:9

29.10.2011 - Musberg : Mainz 13:24

Drei Punkte mehr für Musberg gegenüber dem Vorkampfergebnis, doch das reichte nicht. Die favorisierten Mainzer machten exakt wieder 24 Punkte, sie hatten durch Stilartwechsel in der Rückrunde auf fünf Positionen umgestellt, Musberg auf drei. Trotz Niederlage war es eine fantastische Veranstaltung - Ringen auf höchstem Niveau. Sicher gibt es jetzt einige Überraschungen, ein Team wird evtl. schwächer, das andere stärker, mal sehen wie sich unsere Jungs am zweiten Doppelkampftag in Köllerbach halten, danach ist eine Bewertung möglich. Gleich zwei „Ringer des Abends“ wurden gekürt, sie hatten es zusammen wirklich verdient: „Rado“ Marcinkiewicz für seinen grandiosen Punktsieg gegen Stefan Georghita, den mehrfachen rumänischen Meister und Olympiaringer 2008 und Frank Stäbler, der gegen den zähen Wladimir Berenhardt seine gute Olympiachance bestätigte. Aus meiner Sicht können alle zufrieden sein: die Ringer selbst, der Trainer und auch die Fans – die Kurve zeigt nach oben, auch wenn sich das gegen die Weltklasseformation der Wettbewerber nicht in Punkte niederschlägt. Man muss an den direkten Tabellennachbarn orientieren: Neuss und Adelhausen - und die wiederum schielen nach Musberg. Einzelergebnisse gibt es unter liga-db.de

Bundestrainer Maik Bullmann im Stützpunkttraining in Musberg

Bundestrainer Maik Bullmann in Musberg Bundestrainer Maik Bullmann in Musberg

Nur so zum Spaß oder rein zufällig kam Bullmann sicher nicht im Trainingsraum der Musberger Ringer vorbei: Frank Stäbler ist der Grund. Für den Nationaltrainer griechisch-römisch war Musberg nur eine von mehreren Stationen um zu sehen, wie es um seine Nationalringer und ihre Vereine steht. In Musberg wollte er das sportliche Umfeld seines Olympiakandidaten für London 2012 in der 66-Kilo-Klasse sehen: den Verein kennen lernen, einen Einblick in die Trainingsmöglichkeiten kriegen, sehen mit welchen Ringern Frank Stäbler trainiert und ob deren Können ausreicht, den Kandidaten für das größte Ereignis eines Sportlerlebens optimal vorzubereiten. Das Stützpunkttraining in Musberg unter der Leitung der Bundesliga erfahrenen WRV-Trainer Andreas Stäbler und Markus Scheibner fand Bullmann insgesamt gut. Die heimische Atmosphäre erinnerte ihn an seine erfolgreichen Zeiten beim einst legendären AC Bavaria Goldbach.

Zum Musberger Stützpunkttraining kommen seit längerem schon auch die absoluten Spitzenkräfte anderer Vereine um zusätzlich zum eigenen Clubtraining den letzten Schliff zu holen. Die Trainer sorgen zusätzlich dafür, dass Frank Stäbler gut geeignete Trainingspartner für die Olympiavorbereitungen findet: Aleksan Mikayelyan zum Beispiel war die komplette letzte Woche in Musberg. Der Nationalringer und evtl. Olympiakandidat aus Armenien ist beim Regionalligisten KSV Unterelchingen unter Vertrag.

Dann war anschließend noch das gemeinsame Planungsgespräch mit Trainer Andreas Stäbler und dem Olympiakandidaten Frank Stäbler: Bundestrainer Maik Bullmann hat ganz klare Vorstellungen und Vorgaben über Trainingseinheiten, Taktik, Kraft gewinnen, Ruhephasen, Ausdauer und noch einige spezielle Maßnahmen, alles zusammen auch gut dosiert einzusetzen. Deutschlands 66er soll in London auf den Punkt genau toppfit auf die Matte gehen.

16.10.2011: Auswärts-Sieg in Adelhausen

Die Musberger Ringer konnten in Adelhausen mit 12:21 gewinnen und sich zum Ende der Hinrunde vor Neuss und Adelhausen Platz 7 in der Tabelle sichern.

Den mitgereisten Fans war nicht ganz geheuer, als die Mannschaften in der engen Adelhausener Dinkelberg-Halle vor etwa 350 Zuschauern einmarschierten. Denn auf Musberger Seite waren es nur neun Ringer, es fehlte ein 74er im Freistil. Dass aber auch der TuS Adelhausen gehandicapt war wusste man nicht gleich: deren 60-Kilo-Mann im griechisch-römisch war nämlich zu schwer, denn Adelhausen musste eine taktische Aufstellung vornehmen um den Vorgaben (Ausländerregelung) der Bundesligaregeln gerecht zu werden. Für Interessierte gab es nach dem Wiegen eine Liste der Gegner, angehängt der Vergleich der  Einzelergebnisse beider Mannschaften gegen Mainz. Adelhausen hatte dort 12 Punkte geschafft, Musberg nur 10, allerdings auch nur 24 zugelassen, während Adelhausen 29 gegnerische Punkte einstecken musste. Von diesem papierenen Einschüchterungsversuch waren Trainer Markus Scheibner und auch Dieter Böpple völlig unbeeindruckt und blieben zuversichtlich, denn die Musik spielte ja „hier und heute“ und da kommt es auch auf die Tagesform de Athleten an. Adelhausen hatte das Kontingent (sechs ausländische Spitzenringer) voll ausgeschöpft. Auf Musberger Seite blieb das 74er Freistil frei, weil auf dieser Position der vom 1. Luckenwalder SC gekommene polnische Militärweltmeister Krystian Brzozowski auf dem Aufstellungsbogen stand. Wer hätte den besiegen sollen?

  • 55F Alexandru Chirtoaca bleibt weiter unbesiegt. Gegen den sonst im griechisch-römisch eingesetzte Florin Matei sammelte der Musberger gleich mal insgesamt 19 Punkte zum Überlegenheitssieg (0:7, 0:5, 0:7) TÜ-Sieg, 0:4
  • 120G Robert Papp (97,6 kg schwer) ließ dem Ungarn Daniel Ligeti (113,5 kg) nicht einen einzigen erkämpften Punkt zu, der verbuchte trotzdem drei Runden jeweils mit 1:0 ohne technische Wertung für sich. Runde 2 ging mit 3:0 an Papp, in der Abrechnung wurde dann 3:3 entschieden, das gab lediglich eine Eins für Ligeti (1:0, 0:3, 1:0, 1:0) Stand 1:4
  • 60G Die Zuschauer hatten noch keine Ahnung, dass Oliver Runge schon den Sieg gegen Stephan Brunner in der Tasche hatte. Beide legten sich nämlich mächtig ins Zeug. Runge gewann den Freundschaftskampf, vier Punkte gingen an Musberg. Stand 1:8
  • 96F Kamil Skaskiewicz war noch ein bisschen sauer wegen der verpassten Chance am Samstag im Kampf gegen Bonn. Dieses Mal klappte es aber mit einem sicheren Punktsieg, bei dem er in Runde 1 den Zwiegriff zugesprochen bekam. (0:1 ZW, 0:1, 0:2) Stand 1:11
  • 66F Hoffnung auf den Sieg gegen Gergö Wöller machte Adrian Moise mit dem 3:2-Erfolg in der ersten Runde. Danach baute er nach Meinung der Fans aber etwas ab, ließ zu viele Punkte zu und verlor die nächsten drei Runden. Doch der Trainer korrigierte diese Ansicht zu Recht und bezeichnete Moises Leistung als die bisher beste der Saison. „Dies war sein bester Kampf der Saison – gegen diesen internationalen Topmann hat Adrian toll gerungen!“  (2:3, 3:1, 2:0, 4:0) Stand 4:12
  • 84G Wie gut, dass Michael Böpple die Gelassenheit in Person ist und sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Gegen den Ex-Benninger Damian Janikowski, Vizeweltmeister und EM-Fünfter für Polen, hatte er keine Chance und wurde geschultert. 8:12
  • 66G Nach der Pause bekam Frank Stäbler ordentlich Arbeit mit Florian Hassler, der tapfer dagegen hielt. Frank brachte aber clever den Punktsieg über die Runden (0:1 NTW, 0:1 NTW, 0:1) PS 0:3, Stand 8:15
  • 84F Die zweite Glanzleistung innerhalb zwei Tagen schaffte Radoslaw Marcinkiewicz, jetzt gegen den Ungarn Istvan Vereb. Kurz vor Schluß in Runde 1 drängte Rado seinen Gegner blitzschnell und kraftvoll über den Mattenrand um anschließend gleich noch einen Punkt draufzusetzen. Auch in Runde zwei ein „Blitzangriff“ zum Rundengewinn, in Runde drei lag er zunächst zurück, glich aber aus und setzte mit einem Ausheber den Schlusspunkt (0:2, 0:1, 1:2) PS 0:3, 8:18
  • 74F Musberg ohne Ringer, die Vier ging an den TuS. Der Sieg war aber schon unter Dach und Fach.
  • 74G Stefan Stäbler ließ deshalb aber nicht die Zügel schleifen gegen Alexander Heit, er steuerte noch ganz überlegt einen Punktsieg bei. Die Wertungen fielen jeweils nach der angeordneten Unterlage nach 1:30 Minuten (0:1, 0:1, 0:1) Endstand 12:21

15.10.2011: Erstarkter TKSV Bonn-Duisdorf nimmt mit 24:15-Sieg die Punkte mit

Was für ein langer und spannender Kampfabend! Nach über einer Stunde waren erst vier Kämpfe mit insgesamt 17 Runden rum. Gleich drei davon dauerten über fünf, lediglich eine über die üblichen drei Runden. Internationale Asse trafen aufeinander, die sich aber auch gar nichts schenkten. So kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten.

 

Bilder vom Kampf gegen Bonn-Duisdorf unter Bilder und Videos


Die Gäste aus Bonn hatten am Wochenende davor mit ihrem überraschenden 22:13-Sieg gegen den siegessicheren ASV Mainz 88 aufhorchen lassen. Trotzdem hofften Trainer Markus Scheibner und Dieter Böpple, der sportliche Leiter, und mit ihnen die Fans auf einen knappen Sieg. Doch daraus wurde trotz gewaltiger Anstrengungen leider nichts.

  • 55F Als Alexandru Chirtoaca nach zwei Runden gegen den früheren Aalener Siegringer Amiran Kartanov hinten lag, sah es nach dessen erster Niederlage im Musberger Trikot aus. Doch Chirtoaca riss das Ruder rum, fünf Sekunden vor Schluss der dritten Runde konnte er zum 1:1 ausgleichen, nachdem er sich aus einer brenzligen Situation gerettet hatte, wo schon die meisten sogar die Schulterniederlage befürchteten. Runde 4 entschied Chirtoaca nach Ablauf der Kampfzeit durch Zwiegriff. Runde 5 überbot er die Dramatik und machte aus 0:2 sogar ein 4:2. (0:1, 1:1, 1:1, 1:0, 4:2) PS 3:2
  • 120G Robert Papp hatte mit dem aktuellen Deutschen Vizemeister Felix Radinger eine harte Nuss zu knacken. Alle drei Runden blieben bis zur Pause ohne Wertung, Papp spekulierte wohl jeweils mit der Unterlage, woraus Radinger nichts hinkriegte, so ging der Sieg ohne technische Wertungen, leider aber nur mit einer Eins belohnt, an Musberg (1:0, 1:0, 1:0) Stand 4:2
  • 60G Dawid Karecinski traf in einem hitzigen Duell auf seinen polnischen Landsmann Mariusz Los, EM-Zweiter von 2009 und Achter der EM 2011. Allein drei von fünf Runden wurden trotz beidseitigem großartigen Einsatz ohne technische Wertung entschieden (0:2, 1:0, 0:1, 1:0, 0:3) 2:3 PN, Stand 6:5
  • 96F Der Deutsche Meister 2010 und Vizemeister von 2011, William Harth (TKSV) war nur einen Tick entschlossener als Kamil Skaskiewicz. Viermal entschied der Zwiegriff, wobei sich besonders der Vorteil in Runde 2 für Harth noch drehte und der Musberger mit einer tollen Abwehrleistung aus dem Griff schlüpfte und gewann (0:1, 1:0, 0:1, 1:0, 0:1) 2:3 PN, Stand 8:8
  • 66F Mit Adrian Moise waren die Zuschauer nicht so ganz zufrieden, doch sie sollten bedenken, dass er ein „Hammerlos“ gezogen hatte. Der Gegner, sein rumänischer Landsmann Stefan Daniliuc, war mehrfach WM- und EM-Teilnehmer mit guten Platzierungen. Runde 2 gewann Moise 1:0, man konnte denken, er würde Daniliuc an der Leine über die Matte führen. Drei Runden gingen allerdings an den Favoriten (0:2, 1:0, 0:3, 0:1) 1:3 PN, Stand 9:11
  • 84G Keine dankbare Aufgabe hat zurzeit Michael Böpple. Der Freistiler muss im klassischen Stil ran, gegen Waldemar Streib gab es eine Schulterniederlage. SN 0:4, Stand 9:15
  • 66G Auf Frank Stäbler warteten nicht nur die Fans gespannt, auch sein Gegner Syjwester Charzewski, der polnische Meister von 2008. Zudem war für einen Werbefilm der Stadt Leinfelden-Echterdingen ein TV-Team da, von diesem Kampf sollen die besten Szenen in diesen Film. Zwei Topleute zeigten sich fünf Runden lang von ihrer besten Seite, es ging hart auf hart und Schlag auf Schlag. Die Punkteausbeute blieb bei dem großen Können beider Ringer allerdings gering. Einen Dreier konnte sich Frank Stäbler mit seinem spektakulären Überwurf aus der Bodenlage erkämpfen, in Runde 1 hatte er mit dem so genannten „fliegenden Eichhörnchen“ den Ausgleich zum 1:1 probiert, was aber nicht gelang. Dafür aber deutlicher die Runden 4 und 5 (0:1, 1:0, 0:1, 4:0, 4:0)  3:2-Punktsieg, Stand 12:17
  • 84F Verdient Ringer des Abends wurde Radoslaw Marcinkiewicz für den kraftvollen 3:0-Punktsieg gegen den moldawischen Spitzenringer Piotr Ianuluv, der letzte Woche souverän den Mainzer Seriensieger und früheren Aalener Davyd Bichinashvili (mehrfacher Deutscher Meister, EM-, WM- und Olympiateilnehmer) nach souveräner Führung sogar schulterte. Rado kämpfte sehr klug, glich in Runde 1 mit der letzten Wertung aus, in Runde 2 entkam er in eigentlich aussichtloser Situation dem Zwiegriff, in der dritten Runde sicherte er den Sieg mit wuchtigem Einsatz (1:1, 1:0, 2:0) Stand 15:17
  • 74F Gegen den DM-Siebten David Harth konnte man bei aller Tapferkeit von André Ehrmann keinen Sieg erwarten, der trotz Überlegenheitsniederlage nicht enttäuschte. (0:6, 0:6, 0:6) ÜN, 15:21
  • 74G Auch wenn nun Stefan Stäbler gegen den WM-Fünften Aleksandrs Visnovkos aus Lettland gewonnen hätte, der Sieg für Bonn-Duisdorf stand bereits fest. In allen drei Runden waren bis zur Pause keine Punkte gefallen. Mehrmals wurde die korrekte Bodenlage moniert, bei dieser Regel hatte der Kampfrichter während der zehn Kämpfe keine einheitliche Linie, was beide Seiten ziemlich erregte. (0:2, 0:4, 0:1) PN 0:3, Endstand 15:24. Insgesamt geht der Sieg der Gäste in Ordnung.

08.10.2011: Musberger Niederlage (25:10 für Mömbris-Königshofen) war einkalkuliert

Liga-DB.de: Einzelergebnisse

Fotos des Abends gibt es unter "Bilder und Videos"

 

Der Tabellenführer hat vor etwa 450 Zuschauern mit 25:10 deutlicher gewonnen, als der Musberger Plan es vorsah. Man hatte mit einem knapperen Ausgang gerechnet, doch es waren leider nicht alle Akteure „voll konzentriert“ oder konnten ihre Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen. Dabei muss man aber sehen, welche Kaliber der Spitzenreiter aufgeboten hatte.

  • 55F Ivan Djorev – Alexandru Chirtoaca: Es schien ein zaghaftes, vorsichtiges Duell zu werden, doch „Alex“ lauerte lediglich ganz überlegt auf seine Chancen und den entscheidenden Fehler des Gegners. Alle drei Runden war er der Cleverere. (0:1, 0:1, 0:1) 0:3 für Musberg.
  • 120G Johan Euren – Robert Papp: Fast 20 Kilo mehr Gewicht hatte der schwedische WM-Zwölfte im RWG-Trikot, einen halben Kopf größer ist er zudem. Der sehenswerte Aufreißer war schon eine Klasseleistung, mit der es Euren schaffte, Papp in gefährlicher Lage auf die Schultern zu zwingen. Stand 4:3
  • 60G Jens Rung – Oliver Runge: Taktisch war der zähe Jens Rung (RWG) hervorragend eingestellt, er war der etwas Aktivere und nutzte geschickt die selbst gewählte Bodenlage. Aus dieser schaffte es Oliver Runge nicht, ihn auszuheben oder zu drehen. Er konnte von Glück sagen, dass der Kampfrichter Runde 1 für Musberg gab. (0:1, 1:0, 1:0, 1:0, 1:0-Punktsieg für die RWG, da ohne technische Wertung) 5:3
  • 96F Michael Ganev – Kamil Skaskiewicz. Ganev, der bulgarische Weltmeister von 2010 hatte mehr Kondition, der Musberger schien ausgelaugt und müde. Zweimal drehte er sich aus Sicht der Fans zu früh in die Bauchlage. Da wäre mehr drin gewesen. Doch gegen den Weltklassemann Ganev so knapp zu verlieren ist keine Schande. (1:0, 1:0, 1:0, 3:0-PS) 8:3
  • 66 F Saba Bolaghi ohne Gegner, 4:0, Stand 12:3
  • 84G Fisnik Zahiti – Michael Böpple: Mit der Überlegenheit Zahitis, Spitzenringer aus Schweden, musste man rechnen. Den Schultersieg landete er in Runde 2 (6:0, 4:0 SS) 16:3
  • 66G Marco Büttner – Frank Stäbler: Vom Hallensprecher wurde Frank nett für seine tolle WM-Leistung beglückwünscht und gelobt. Dann zeigte er sein Können (0:6, 0:2, 0:7, TÜN 0:4) 16:7
  • 84F Peter Weisenberger – Radoslaw Marcinkiewicz: Über fünf Runden wurde von beiden Ringern totale Spannung mit hohem Einsatz geboten. Wenn auch die Runden jeweils nur mit Minimalwertungen entschieden wurden, die erste durch Zwiegriff für ROT, dann abwechselnd. Das Quäntchen mehr Glück aber auch den Kick mehr Energie hatte Weisenberger. (1:0, 0:1, 1:0, 0:1, 2:1, 3:2-Punktsieg) Stand 19:9
  • 74 F Sebastian Christoffel – Adrian Moise: Mit einem spektakulären Salto rückwärts direkt zwischen den Beinen des Gegners hindurch erstaunte und erfreute Moise. Um bei hochgezogenem Bein einem Griff zu entkommen wiederholte er das lange in YouTube zum Lieblingsklick gewordene Kunststück. Insgesamt hatte es Adrian Moise eine Gewichtsklasse höher aber schwer gegen einen Gegner, der seinen Gewichtsvorteil gut nutzte. Runde 1 und 2 wurden durch Zwiegriff für Christoffel entschieden. (1:0, 1:0, 1:0, 3:0-PS) 22:9
  • 74G Benjamin Stange – Stefan Stäbler. Zwei ziemlich harte Burschen trafen in vier Runden aufeinander. Gleich dreimal konnten bis zur Pause keine Punkte vergeben werden, die Einserwertungen resultierten aus Nichtaktionen in der Bodenlage. Doch insgesamt war Stange der etwas Aktivere und siegte 3:1. Ob die vierte Runde tatsächlich korrekt gewertet wurde? Da hatten Einige Zweifel, es war aber nicht mehr entscheidend zum Endstand 25:10

01. / 03.10.2011: Zwei Niederlagen – doch Musberg ist „fast auf Augenhöhe“ mit den Großen

Am Samstag war Favorit Weingarten 25:14 siegreich, am Montag gewann der ASV Nendingen 20:15

Eine kleine Schwäche des Kampfrichters verhinderte in Weingarten ein besseres Ergebnis. Ein verlegenes Achselzucken wenigstens, als glaubhaftes Bedauern, aber immerhin. Kampfrichter Wioska aus Taisersdorf hatte am Ende des großartigen Kampfabends die Größe, zumindest eine von zwei Fehlentscheidung einzugestehen, die aber dem Deutschen Mannschaftsmeister SV Weingarten den Gesamtsieg nicht mehr gefährdet hätte. Leider verhinderte der Unparteiische damit aber dem Musberger Stefan Stäbler den hart erkämpften und verdienten Triumph für seinen leidenschaftlichen Einsatz gegen Weltklasseringer Ionel Puscasu aus Rumänien. Dessen letzte Wertung zum 1:0 in Runde 5 fiel eindeutig nach der 10. Minute - der Zeitnehmer hatte es zugunsten der Heimmannschaft nicht so genau genommen. So wurde Puscasu doch noch 3:2-Sieger. Gleiches war dem Neu-Musberger Dawid Karecinski passiert, ebenfalls in der entscheidenden fünften Runde gegen Ionut Panait, der mit dem Schlusspfiff sogar eine zweifelhafte Zweierwertung zugesprochen bekam – und keiner wusste wofür. Frank Stäbler durfte sich am Samstagabend etwas schonen, aber in Schorndorf für die Musberger Zweite einen Überlegenheitssieg zum 22:16 beisteuern.

 

SVG Weingarten : TSV Musberg 25:14

  • 55F Alexandru Chirtoaca gelang in Weingarten gegen den DM-Zweiten Christoph Ewald in einer turbulenten Begegnung der Punktsieg. In letzter Sekunde glich er in Runde 1 aus, die zweite entschied er durch Zwiegriff. Eine Wippe reichte in Runde 3 (1:1, 0:2, 0:2). Chirtoaca mausert sich zum Punktegarant. Stand 0:3
  • 120 Den nächsten Knaller landete Robert Papp mit seinem 3:0-Punktsieg gegen Oliver Hassler, amtierender Deutscher Meister der 96-Kilo-Klasse. Im letzten Jahr war Papp gegen Hassler auf den Schultern gelandet. (0:2, 0:2, 1:5) 0:6
  • 60G Über vier Runden ging das lebhafte Duell zwischen Oliver Runge und Virgil Munteanu, die zweite gewann er durch einen blitzschnellen Konter, drei gingen lediglich durch Einserwertungen verloren (2:1, 0:2, 1:0 NTW/nichttechnische Wertung, 1:0) Stand 3:7
  • 96F Gleich zweimal musste zwischen Johannes Kessel (SV) und Kamil Skaskiewicz (Musberg) per Zwiegriff entschieden werden, weil bis zum Ende der Runden keine Wertung zustande gekommen war. Kessel war einfach der glücklichere Akteur. (1:0 ZW, 1:0, 3:0 ZW) Stand 6:7
  • 66F Adrian Moise musste gegen Sahit Prizreni, albanischer ‚EM-, WM- und Olympiateilnehmer. Alle guten Angriffsideen waren vergebens, der Favorit ließ sich nicht einen Punkt abnehmen und siegte überlegen (3:0, 3:0, 5:0). Stand 10:7
  • 84G Gegen Adam Juretzko, über Jahre schon an der deutschen Spitze, konnte sich Michael Böpple mühen wie er wollte, er musste die Klasse des am Vortag 40 Jahre alt gewordenen Ausnahmeringers anerkennen (6:0, 3:0, 3:0) Stand 14:7
  • 66G Dawid Karecinski war so nah dran am knappen Punktsieg gegen Ionut Panait, mehrfacher rumänischer Meister und EM-Zweiter 2010. Gleich viermal reichte ein einziges Pünktchen zum Rundengewinn, in der fünften dann der erwähnte Irrtum, der Panait zwei Punkte und den glücklichen 3:2-Sieg bescherte. (1:0, 0:1, 0:1, 1:0, 2:0) Stand 17:9
  • 84F Neuzugang Bekhan Kurkiev gehört zu den zehn besten 84er-Freistilringern in Russland. In der Bundesliga hatte er gegen absolute Topleute knappe Ergebnisse erzielt, Radoslaw Marcienkiewicz war einen Tick cleverer und siegte 3:2 (1:0 ZW, 0:1, 1:1 letzte Wertung, 0:1) Stand 18:12
  • 74F Wer ist Leonid Bazan? Früher Ukrainer, jetzt mit bulgarischem Pass und aktuell EM-Zweiter 2011. Seine Überlegenheit musste André Ehrmann leider schon nach einer Minute akzeptieren, er wurde mit zwei perfekten Griffen geschultert. SS, Stand 22:12
  • 74G Ionel Puscasu gehört seit längerem zur europäischen Elite in der 74-Kilo-Klasse, er ist EM- und WM-Teilnehmer. Doch das schreckte Stefan Stäbler nicht. Das harte Duell konnte Puscasu durch den erwähnten kleinen Fehler für sich entscheiden. (1:0 NTW, 0:1 NTW, 0:1, 5:0, 1:0) Endstand 25:14

Musberg – ASV Nendingen 15:20
Für beide Teams stand viel auf dem Spiel: Musberg wollte nicht ans Tabellenende abrutschen, Nendingen durfte den Anschluss an die Spitze nicht verlieren, weil die Endrundenteilnahme auf dem Spiel steht. Also ging es vor über 600 Zuschauern voll zur Sache. Das SWR-Fernsehen war da und am Abend gab es im Sportteil der  Nachrichten einen Bericht mit guten Aktionen.

  • 55F Einen fantastischen Start legte Alexandru Chirtoaca auch diesmal gegen Ghenadie Tulbea hin. Der erfahrene Nendinger aus Moldawien startet seit 2010 international für Monaco, bei der EM 2010 in Dortmund war er Fünfter. In Musberg traf er auf den hochmotivierten und sehr konzentrierten Chirtoaca, der drei von vier Runden für sich entschied, die erste Runde entschied er mit einem Überwurf in letzter Sekunde, die zweite gewann der Nendinger durch Zwiegriff. (3:2, 0:3, 1:0, 4:2) 3:1-Punktsieg, Stand 3:2
  • 120G Gegen Balazs Kiss, ungarischer Weltmeister von 2009, gab Robert Papp zwar Alles, aber es reichte nicht. Es gab eine ganz knappe Entscheidung (0:1, 0:1, 0:2) 0:3 PN, Stand 3:4
  • 60G Oliver Runges Gegner Aleksander Kostadinov war 2009 EM-Dritter, 2010 Fünfter - ein hartes Stück Arbeit also. Dreimal zwei Punkte für den Nendinger, Runge hat dennoch prima mitgehalten. 0:3 PN (0:2, 0:2, 0:2) Stand 3:7
  • 96F Kamil Skaskiewicz gegen den aktuellen EM-Dritten Nicolai Ceban (Moldawien). Der war ein Stück cleverer aber auch glücklicher, siegte 0:3, 0:2, 0:3. Stand 3:10
  • 66F Adrian Moise konnte mit einem 3:0-Sieg gegen Florian Schwarz die Sieghoffnungen wieder etwas schüren. 3:0-PS (1:0 ZW, 3:0, 3:1)  6:10
    84G Michael Böpple trat gegen Volker Hirt an, der im klassischen Stil immer noch ein Ass ist. Die erste Runde war eine klare Sache für den Nendinger Trainer, doch in Runde 2 siegte Böpple durch einen Konter aus der angeordneten Unterlage. Danach kam Hirt doch noch zum 3:1-Punktsieg, wenn auch nur durch Rundengewinne ohne technische Wertung. (0:6, 2:0, 0:1 NTW, 0:1 NTW) Stand 7:13
  • 66G Frank Stäbler haben die Fans natürlich besonders ins Herz geschlossen und er hatte mit Steffen Bauer keine Mühe mit tollen Aktionen zum Überlegenheitssieg (8:0, 7:0, 10:0) 11:13
  • 84F Radoslaw Marcinkiewicz hatte leichtes Spiel gegen Marc Buschle, früher beim KSV Aalen. Der hatte Übergewicht und ging im Kampf mit dem ersten Griff auf die Schultern. Insider sagten, dass Buschle verletzt angetreten war, die Punkte fielen von vornherein an Musberg. 15:13
  • 74F Hut ab vor André Ehrmann – der mit dem Kämpferherzen. Zuvor schon in der Zweiten Mannschaft mit einem 3:0-Punktsieg erfolgreich, musste er trotz heftiger Gegenwehr den Überlegenheitssieg des bulgarischen Topringers Ivan Deliverski über sich ergehen lassen. (TÜN 0:6, 0:8, 0:8) 15:17
  • 74G Keinen Geringeren als Neven Zugaj, EM-Ringer und WM-Achter von 2010 bekam Stefan Stäbler vorgesetzt. Die Zuschauer waren aus dem Häuschen, weil der Musberger wieder eine Glanzleistung gegen einen hohen Favoriten hinkriegte. Dreimal siegte Zugaj mit nur 1:0 zum 15:20 Endstand.

24.09.2011: Musberg gewinnt gegen KSK Konkordia Neuss 18:17

Einzel-Ergebnisse unter: Liga-DB.de

Fotos unter "Bilder und Videos"

 

Die Schülermannschaft hat es im Vorkampf gegen den TSV Benningen vorgemacht. Trotz Handycap durch Unterzahl nicht das Ziel aus den Augen verloren, von Trainer Markus Fehrle Siegeswille „einimpfen lassen“ und 19:16 gewonnen. Wenn das kein gutes Omen für die Bundesligacracks ist!

 

Ab sofort wird kein Bundesligaclub mehr den TSV Musberg auf die leichte Schulter nehmen oder gar unterschätzen. Hat Konkordia Neuss etwa diesen Fehler begangen? Keineswegs, es trat eine starke Truppe auf dem Hauberg an. Trainer Markus Scheibner hatte im Vorfeld angekündigt, die stärkste Musberger Formation dagegen zu stellen. Das ging zu Lasten der bisherigen „Boy-Group“-Philosophie, so viele eigene Ringer wie möglich in den Kampf zu schicken. Das bedauern einige Zuschauer zwar, die sich nach der Unbeschwertheit vergangener Jahre sehnen. Doch in der absoluten Topstaffel der Bundesliga Gruppe West kann man nicht bei der naiven Einstellung bleiben und auf Hoffnung setzen, als „kleiner David“ vielleicht einmal einen „Goliath“ zu überraschen. Die Meinungen sind gespalten. Wie es Trainer und Verantwortliche auch recht zu machen versuchen, es wird nicht allen gefallen. So oder so ist im zweiten Bundesligajahr zunächst einmal mit schwindendem Zuschauerinteresse zu rechnen. Gegen Neuss kamen etwas über 500. Musberg hat 18:17 gewonnen, also darf man zum Derby gegen Nendingen nächsten Montag (15 Uhr) wieder mehr Ringsportbegeisterte auf dem Hauberg erwarten, evtl. wird regio-tv für Aufnahmen dabei sein. Bei einer Niederlage hätte man mit weniger Fans rechnen müssen. Zum Vergleich: in Mainz kamen 1.000 gegen Weingarten, in Aalen gegen Luftfahrt Berlin (in Liga Ost) gerade mal 130, in Köllerbach 320, in Adelhausen 300. Die Tabelle gibt durch die Neunergruppe kein klares Bild, Musberg steht nach drei Kämpfen punktgleich mit Nendingen und Neuss auf Platz 7, dahinter folgen Bonn-Duisdorf (2:6) und Adelhausen(0:8).

 

Gespannt waren die Zuschauer auf das Debüt des Neuen – Dawid Karecinski, aktuell Vizeweltmeister der Junioren. Und wie fulminant der sich einführte gegen den international erfahrenen Sergiy Skrypka, Dritter der Deutschen Meisterschaften in Herbrechtingen. Das Ergebnis zweimal nichttechnische Wertung 1:0 in Runde 1 und 3, und 1:0 in Runde zwei drückt nicht die starke Leistung aus, die am Ende mit der Ehrung als Ringer des Abends gewürdigt wurde. Musberg ist gut gerüstet, den Klassenerhalt auch dieses Mal zu schaffen, ohne in die Relegationskämpfe mit dem Tabellenletzten der Ostgruppe zu müssen. 13:4 zur Pause, wann hat es das zuletzt gegeben? Die Fans durften auf den Sieg hoffen und als im achten Kampf 18:10 an der Anzeigetafel stand hätte Konkordia Neuss höchstens noch ein Unentschieden schaffen können. Das verhinderte am Ende mit starkem Einsatz Stefan Stäbler.

  • 55F Alexandru Chirtoaca machte mit Mimoun Touba kurzen Prozess beim klaren Überlegenheitssieg ohne Gegenwertungen (6:0, 7:0, 6:0 = TÜ 19:0) Stand 4:0
  • 120G Vier Runden passierte bis zur Pause eigentlich nichts in der Begegnung zwischen Robert Papp und Georgi Zlatanski (Neuss). Die Entscheidungen mussten in den letzten 30 Sekunden aus der angeordneten Unterlage fallen. Dreimal war Papp unten, einmal der Neusser, der Runde 1 mit einer fraglichen 1er-Wertung gewann. Zudem wurde Zlatanski in Runde 2 zweimal zur korrekten Position ermahnt, Papp konnte ihn ausheben. Runde 3 gewann er durch letzte Wertung, die vierte, weil Zlatanski aus der von Papp gewählten Unterlageposition keine Wertung schaffte (0:1, 3:0, 1:1 letzte Wertung Papp,1:0 = 3:1 PS) 7:1
  • 60G Auch hier keine Punkte bis zur Pause zwischen Dawid Karecinski und Sergiy Skrypka. Man konnte nicht erkennen, ob Concordia-Trainer Ayhan Aytemiz mehrfach sein Handtuch aus Wut, Verzweiflung über nicht genutzte Chancen oder wegen unverstandener Kampfrichterentscheidungen auf die Matte und hinter die Werbebanden pfefferte. Das passierte am Abend noch öfters. Der „Neue“ im Musberger Team konnte jedenfalls  begeistern, auch wenn die Zuschauer wegen seiner Wahl für die Position in Unterlage zitterten. Das Glanzstück wurde mit der Wahl zum „Ringer des Abends“ honoriert. (1:0 NTW, 1:0, 1:0 NTW = 3:0 PS) 10:1
  • 96F Die ersten beiden Runden mussten wegen fehlender Wertungen für Ringer Kamil Skaskiewicz (Musberg) und Yusuf Turkaya per Zwiegriff entschieden werden. Zuerst hatte der Musberger den Vorteil, schaffte auch den Punkt. Bei Runde 2 mussten die Fans bangen, denn der Neusser war am Zug; doch Kamil S. entwischte aus dem sicheren Griff und konterte. Runde 3 war klar, auch wenn der Musberger sich mit einer waghalsigen Aktion aus einer prekären Situation rettete und noch einen Druchdreher dranhängte. (1:0 Zwiegriff, 1:0 Zwiegriff, 3:0 = 3:0 PS) Stand 13:1
  • 66F Adrian Moise und Samet Dülger (Neuss) standen sich 2010 zweimal gegenüber, Dülger hatte 3:0 und 3:2 gewonnen. Die Parallele: auch diesmal behielt er die Oberhand, auch wenn in Runde 1 zweifelhaft war, ob dem Neusser tatsächlich der Zwiegriff zustand. (0:1, 0:4, 0:4 = 3:0 PS) Stand13:4
  • 84G Nun rieben sich einige die Augen – Michael Böpple im griechisch-römischen Stil gegen Nikolay Bayryakov? Und wie gut er seine Aufgabe löste! Kein Risiko sollte er eingehen, den Gegner beschäftigen, Schaden begrenzen. Das war ja richtig gut und am Ende ließ Böpple dem Gegner nur drei knappe Runden zu (0:3, 0:1, 0:1 = 0:3 PN) Stand 13:7
  • 66G Frank Stäbler wurde vor dem Kampf gegen Ismail Baygus natürlich noch einmal für seinen Erfolg bei der WM geehrt. Danach ging er zielstrebig den 3:0-Punktsieg an. In Runde 1 führte der Neusser zur Pause 1:0, aus der Oberlage konnte er jedoch keinen Vorteil ziehen dann holte Stäbler Sekunden vor dem Schlusspfiff noch den Wertungspunkt zum Rundensieg. In der dritten Runde ließ er seine Extraklasse aufblitzen und siegte 6:0 (1:1 letzte Wertung, 1:0, 6:0 = 3:0 Punktsieg) 16:7
  • 84F Rado Marcinkiewicz ist zurück und er musste gegen Serdar Böke über fünf enge und nervenaufreibende Runden, 1 und 2 gewann Böke durch Zwiegriff, Rado konnte ausgleichen, die fünfte ging an Böke (0:1 Zwiegriff, 0:1 Zwiegriff, 1:1 letzte Wertung, 1:0, 1:2 = 2:3 PN) Stand 18:10
  • 74F Von André Ehrmann konnte man gegen „den Wunderknaben“ Saba Khubezhty aus Russland keinen Sieg erwarten, der zwei Weltklasseleute 8:0 besiegt hatte. Ehrmann hat sich sehr gut verkauft und dem Gegner das Siegen enorm schwer gemacht. Beinschraube um Beinschraube, doch André war nicht auf die Schulter zu kriegen (0:4, 0:7, 0:6 = 0:17 TÜN) 18:14
  • 74G Verlieren konnte Musberg jetzt nicht mehr, ein Unentschieden wäre noch drin gewesen für Neuss, wenn Stefan Stäbler gegen den schwedischen Spitzenringer Robert Rosengren entscheidend verlieren würde. Doch wir kennen Stefan ja, sein Ehrgeiz, seine Kraft und coole Ringweise haben enorme Fortschritte gemacht, furchtlos stellte er sich dem Favoriten, der zwei Runden nur durch nichttechnische Wertungen nach der Bodenlage für Stäbler gewinnen konnte. Die 1er-Wertung für Rosengren in der dritten Runde resultierte aus einer Verwarnung. Mit dem Schlusspfiff brach der Damm, stehender Applaus für Stefan Stäbler, der mit einer Skulptur zum Ringer des Jahres 2010 gekürt wurde und tosender Beifall für die Musberger Ringer. Die Neusser verließen die Halle mit hängenden Köpfen. (0:1 NTW, 0:1 NTW, 0:1 = 0:3 PN) Endstand 18:17.

WM-Infos: Platz 5 für Frank bei der WM der Männer in Istanbul

Frank gewann seinen ersten Kampf bei WM in Istanbul gegen den
Kolumbianer Ivan de jesus DUQUE ARANGO mit 4:0 und 1:0.

Im 1/8-Finale ging es danach gegen den Iraner Saeid Morad ABDVALI.
Diesen Kampf hat Frank knapp mit 0:1 und 0:1 verloren.

 

Frank´s Gegner aus dem 1/8-Finale hat sein 1/4-Finale gegen Darkhan BAYAKHMETOV aus Kazachstan gewonnen und es dann noch in das Finale geschafft.


Damit stand Frank in der Hoffnungsrunde.
Da ging es zuerst gegen den Polen Mateusz Wanke - diesen Kampf gewann Frank mit 2:0 und 4:0.
Im zweiten Kampf der Hoffnungrunde gegen Darkhan BAYAKHMETOV aus Kazachstan siegte Frank mit 1:0 und 1:0 und stand im kleinen Finale um Platz 3 gegen den Koreaner Kim Hyeon-Woo.


Damit hat er gleichzeitig das erste Ticket für den DRB zu den Olympischen Spielen 2012 in London gelöst.

 

Im kleinen Finale unterlag Frank mit 0:1 und 0:2 gegen den Koreaner Kim Hyeon-Woo.
In der ersten Runde konnte Frank seinem Gegner in der Bodenlage leider keinen Punkt abnehmen, die Runde ging daher an den Koreaner.
In der zweiten Runde musste der Videobeweis zu Rate gezogen werden - die Punkte gingen dann an Frank´s Gegner.

 

Eine Leistung, die vorher kaum einer für möglich gehalten hatte - Platz 5 bei der WM der Männer in einem Feld von 52 Ringern die in dieser Gewichtklasse am Start waren!

 
Zudem noch das erste Olympia-Ticket für den DRB gelöst:

 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH FRANK

 

Ergebnisse gibt es unter http://www.fila-wrestling.com/istanbul2011/ - dort (unter "Results" GR 66kg) auswählen.

 

Hier die Videos von Frank´s Kämpfen (Link zur Seite der FILA):

Samstag, 03.09.2011: Musberg – Köllerbach 11:24

Elf Punkte zur 11:8-Führung bei Halbzeit, danach gab es für die Musberger Bundesligamannschaft nichts mehr zu holen. Denn nun gingen für den KSV Köllerbach nationale Titelträger und sogar international erfolgreiche Ringer auf die Matte, die den Gästen nach zwei Niederlagen den ersten Saisonsieg sicherten und das Ziel Play-Off-Runde wieder wahrscheinlicher machten. Die Überraschung vor der WM-Pause blieb für Musberg also aus. Es gab, von ein paar Stillstand-Momenten abgesehen,  “Ringen vom Feinsten“, das hätte mehr als ca. 500 Zuschauer verdient gehabt. Dass Frank Stäbler, gerade vom WM-Vorbereitungsturnier in der Ukraine zurück, zwar in der Halle war, aber nicht eingesetzt wurde, hat seinen Grund. Bundestrainer Maik Bullmann wollte kein Risiko eingehen, dass sich sein aufstrebender Musberger Schützling vor dem WM-Debüt gegen die Großen der Welt verletzten könnte. Gut von den Strapazen anstrengender Trainingseinheiten und leichter Erkältung erholt, soll er in Istanbul topfit auf die Matte gehen. Die Chance seines Lebens durfte keinesfalls gefährdet werden, dafür treten die Mannschaft und auch die Verantwortlichen gern einen Schritt in den Hintergrund. Die WM-Kandidaten Konstantin Schneider und Jan Fischer auf Köllerbacher Seite fühlten sich ihrer Überlegenheit und Erfahrung absolut sicher, konnten selbst über ihren Antritt in Musberg entscheiden.

  • 55F Alexandru Chirtoaca war zwar dem Köllerbacher Liridon Avdyli überlegen, beide waren exakt 56,8 kg gleich schwer, doch dem um einen Kopf größeren Jungspund war nicht leicht beizukommen. So mussten die knappen Rundenergebnisse 3:0, 1:0, 1:0 ausreichen. Stand 3:0
  • 120G Der furiose Auftakt in Runde 1 ließ hoffen. Robert Papp bekam zwei Punkte wegen Verwarnung an Björn Holk, beim zweiten Versuch hob er den KSV-Ringer mit einem verkehrten Ausheber direkt von der Matte hoch aus, es gab fünf Punkte als Höchstwertung und noch einen dazu, 8:0. Doch dann bog der Köllerbacher den Kampf um und wurde 3:1-Sieger (8:0, 0:6, 0:1, 0:2) 4:3
  • 60G Oliver Runge hatte keinen Gegner, Wertung 4:0, Stand 8:3
    96F Ein harter Brocken war der Ukrainer Pavlo Oliynik für den Musberger Neuzugang Kamil Skaskiewicz, der die ersten zwei Runden jeweils 0:1 verlor. Ab der dritten lief es besser mit 1:0, Runde 4 und 5 wurden trotz turbulentem Duell erst durch Zwiegriff vom Musberger entschieden. (0:1, 0:1, 1:0, 3:0, 1:0) Stand 11:5
  • 66F Auf die raffinierten Tricks von Adrian Moise wusste Jusuf Benekli, ein türkischer Ausnahmeringer, auch in nahezu aussichtloser Situation eine Antwort. Sogar aus dem für Moise vorteilhaften Zwiegriff konnte er entkommen und die erste Runde für sich entscheiden. Chancen über Chancen, Adrian Moise kam einfach nicht durch. Dazu muss man nur über Facebook Beneklis Kämpfe ansehen. Die Zuschauer hatten nicht nur am Griffrepertoire ihr Vergnügen, er erheiterte die Ränge mit seinen einmalig ulkigen Angriffvorbereitungen. Besonders die Beinschrauben beherrschte Benekli perfekt. Man war zufrieden, dass Moise „nur“ 0:3 verlor. (0:1, 0:6, 0:2) 11:8
  • 84G Kai Mertins trennten nur 100 Gramm Gewicht, technisch aber Welten von Jan Fischer, den 26-jährigen Superringer, seit 2003 ununterbrochen deutsche und europäische Spitze dazu aktueller WM-Teilnehmer. Nach einer Minute musste der Musberger auf die Schultern. 11:12
  • 66G Tim Dennis Voelker durfte an Stelle von Frank Stäbler Bundesligaluft gegen Manuel Pitz schnuppern. Dreimal 0:6, dabei zwei tolle Ausheber, das war der Überlegenheitssieg für den Köllerbacher.11:16
  • 84F Michael Böpple verbessert sich ständig, schafft knappe Ergebnisse, leider kamen für ihn dabei keine Punkte raus (0:1, 0:2, 0:5) Stand 11:19
  • 74F Noch ein Topringer gegen Musberg: der selbst sehr gute Marcin Marcinkiewicz mühte sich gegen den WM-Ringer und mit allen erdenklichen Erfolgen „behängte“ Andriy Shyyka, konnte aber keine Aktion zu Punkten machen (0:2, 0:7, 0:3) 11:23
  •  74G Stefan Stäbler hätte man gern die Sensation gegen Konstantin Schneider, ebenfalls WM-Ringer, gegönnt. Die erste Runde ging tatsächlich durch letzte Wertung an den Musberger. Der Erfolg für Weltstar Schneider kam dann lediglich durch klägliche Einserle ohne technische Wertung zustande. Murren über die glanzlose Vorstellung des Stars. Aber gleich auch schmunzelnde Bewertungen und Bemerkungen von den Rängen: „Muss Bundestrainer Bullmann bald zwei Stäblers aus Musberg zu internationalen Einsätzen mitnehmen?“ Endstand 11:24

 

 

Samstag, 27.09.2011: Musberg unterliegt in Mainz

Video zum Saison-Start

DAS VIDEO ZUM SAISON-START DAS VIDEO ZUM SAISON-START

Kurzinfo: Musberg unterliegt gegen Mainz mit 24:10

Einzelergbnisse aller Bundesliga-Kämpfe gibt es unter http://www.liga-db.de

Kartenreservierung für Heimkämpfe:

Sie können sich für die Heimkämpfe einen Sitzplatz sichern!!!
Als Dauerkarte oder Einzelkarte.

Ab sofort können Sie unter E-Mail conny.braun@tsvmusberg.de, oder Tel. 0711-7541531 Sitzplatzkarten reservieren.

 

Der 1. Heimkampf Bundesliga ist am 03.09.2011 gegen den KSV Köllerbach.

Einen Hallenplan gibt es unter "Die Halle / Eintritt"

Neuzugang Dawid Kareczinski wurde Vizeweltmeister

Foto: Jörg Richter Foto: Jörg Richter

Auf den Neuzugang Dawid Kareczinski aus Polen dürfen sich die Musberger Fans schon mal freuen: der Teufelskerl hat bei den Juniorenweltmeisterschaften in Bukarest den 2. Platz bei 33 Teilnehmern in der Kategorie 60 kg griechisch-römisch geschafft. Im Halbfinale besiegte Dawid den Iraner Mohammad Naser Nourbakhsh, im Finale war dann Bobirbek Zaylobidinov aus Usbekistan der Bessere. Der Vizeweltmeister soll dem Musberger Team helfen, den Großen ein Bein zu stellen.

Hier die einzelnen Ergebnisse von Dawid bei der WM:

  • Qualifikation:
    Dawid Kareczinski : Vesialou Artsiom (Weißrussland) 3:0, 5:1
  • Achtelfinale:
    Dawid Kareczinski : Aslan Poghosyan (Armenien) 5:0, 3:0
  • Viertelfinale:
    Dawid Kareczinski : Maxim Mamulat (Moldawien) 3:1, 1:0
  • Halbfinale:
    Dawid Kareczinski : Mohammad Naser Nourbakhsh  (Iran) 1:0, 2:0
  • Finale
    Dawid Kareczinski : Bobirbek Zaylobidinov (Usbekistan) 2:0, 0:4, 0:2

Mehr Bilder gibt es unter "Bilder und Videos"
Videos gibt es auf der Internetseite der FILA unter:
http://www.fila-wrestling.com/bucarest2011/

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Alle Ergebnisse der
1. Bundesliga

gibt es unter liga-db.de